Baselworld 2018: Gerüchte um Omega: Speedy mit Panda Zifferblatt „Master Chronometer“ und mehr

Mit Hochspannung erwarten wir bei CHRONEXT die im kommenden Monat stattfindende Baselworld, die jährlich größte messer der Armbanduhrenbranche, bei der die Hersteller ihre neuesten und beeindruckendsten Modelle vorstellen. Jeder freut sich dabei natürlich auf seine persönlichen Favoriten, viele haben in diesem Jahr jedoch die Firma Omega besonders im Blick.

Omega ist einer der renommiertesten und erfolgreichsten Schweizer Uhrenhersteller, dessen Neuvorstellungen auf der Baselworld stets mit besonderer Spannung erwartet werden. Ohne Zweifel wird Omega wieder mit dem Baselworld-Messestand von Rolex um die meisten Besucher wetteifern. Omega ist seit mehr als einem halben Jahrhundert Aussteller in Basel und ein beständiger Publikumsmagnet. Viele der berühmten Innovationen des Hauses wie die Co-Axial-Hemmung wurden auf dieser Messe erstmals präsentiert. Nicht weniger beeindruckend waren die Neuvorstellungen der letzten Jahre.

Ein kurzer Rückblick

2015 wurde eine Reihe beeindruckender neuer Versionen der Uhrenikone Omega Speedmaster vorgestellt, außerdem lancierte man eine fantastische Überarbeitung der Globemaster mit Vintage-Designelementen und einem hochmodernen Werk. 2016 war ein besonders Jahr für die legendäre Seamaster-Modellfamilie, die mit fantastischen neuen Omega Planet Ocean Modellen verstärkt wurde und eindrucksvolle Updates der Aqua Terra, Constellation und weiterer Modelle erhielt.

Auch auf der letztjährigen Baselworld sorgte man für Aufsehen: Die Marke präsentierte ihre neuen Kaliber mit der erst kürzlich vorgestellten METAS-Zertifizierung. Für Omega war es ein großes Jahr, das mit der Vorstellung einer „Trilogy“-Sonderedition zum 60-jährigen Jubiläum dreier seiner berühmtesten Zeitmesser gekrönt wurde – der Railmaster, Speedmaster und Seamaster 300. Die drei Modelle mit schwarzen „Tropical“-Zifferblättern und zahlreichen dezenten Vintage-Details waren ein großer Erfolg bei langjährigen und neuen Fans der Marke und zeichneten sich durch eine extrem detailgenaue Nachbildung der Originale von 1957 aus, die sich sogar in der Retro-Anmutung der Verpackung widerspiegelte.

Großer Beliebtheit erfreuten sich auch drei neue Aqua Terra Modelle mit raffinierten Designoptimierungen, darunter einer überraschend wirkungsvollen, nunmehr horizontalen Neuausrichtung des „Teak“-Zifferblattmusters. Auch das attraktive Modell Big Blue Planet Ocean ließ mit seinen kräftigen maritimen Farben, der GMT-Komplikation und dem faszinierenden blauen Keramikgehäuse die Herzen höher schlagen.

Die weiteren Modellfamilien wurden dabei keineswegs vergessen. Die Speedmaster-Familie wurde durch zwei neue markante Modelle mit der Bezeichnung Racing Master Chronometer ergänzt – eines in Schwarz, Weiß und Orange, das andere in Blau mit einem Gehäuse aus luxuriösem Sedna-Gold (der unternehmenseigenen Goldlegierung, die an immer mehr Uhren von Omega zu bewundern ist). Schließlich war eine attraktive Linie von Seamaster-Modellen mit 38 mm Gehäusedurchmesser in einer Reihe sehr ansprechender neuer Farbkombinationen zu bewundern.

Omega_1957_Trilogy_Straps

Ein Blick in die Zukunft

Es mag am bekannten Jubiläumsjahr liegen, dass sich viele der Voraussagen, welche Omega-Fans für die Baselworld 2017 getroffen hatte, als zutreffend herausstellten. Was erwartet uns nun in diesem Jahr? Werden die Prognosen für neue Omega-Uhren im Jahr 2018 ebenso genau sein wie im vergangenen Jahr?

In diesem Jahr feiert die Marke nicht nur ihr 170-jähriges Bestehen, sondern kann auch auf einige weitere, wenn auch nicht ganz so bedeutende Jubiläen wie im Vorjahr verweisen. So sind 2018 immerhin 40 Jahre seit Alaska III vergangen, der streng limitierten Speedy, die zur Verwendung im Space Shuttle konzipiert wurde. Zum fünfzigsten Mal jährt sich die Mission Apollo VIII, bei der die Astronauten mit Omega-Uhren am Handgelenk erstmals den Mond umrundeten. In beiden Fällen sind limitierte Editionen sehr wahrscheinlich. Sogar 70 Jahre sind seit der ersten Seamaster 1948 vergangen, die jedoch in den Geschichtsbüchern oft vernachlässigt wird, weil das im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen von London lancierte Modell als elegante Uhr mit geringer Wasserdichtigkeit seinen Nachfolgern kaum ähnelt (und auch weniger erfolgreich war).

Wir selbst erwarten eine weitere Fokussierung auf die herausragenden Werke mit „Master Chronometer“-Zertifizierung wie das antimagnetische Kaliber 8806 der Railmaster von 2017, außerdem gehen wir davon aus, dass die Marke ihre favorisierten Hightech-Materialien Keramik, Silizium und Sedna-Gold verstärkt zum Einsatz kommen lässt. Besonders freuen würden wir uns über weitere detailgetreue Neuausgaben von Klassikern (Eine Speedy mit Panda-Zifferblatt? Oder vielleicht sogar eine wunderbare Ranchero?!), aber selbstverständlich ist auch genügend Raum für kreative und originelle moderne Interpretationen beliebter Modelle. Auch ein verstärktes Engagement bei den Omega-Damenuhren, die 2017 ein wenig abseits des Rampenlichts standen, wäre aus unserer Sicht wünschenswert.

Speedmaster

Was wir schon jetzt wissen

Ein weiterer Hinweis auf das Baselworld-Programm liegt vielleicht in einer Lancierung, die Omega bereits im Vorfeld von Basel 2018 auf den Weg gebracht hat: Ein Quintett aus attraktiven Olympic Seamasters. Das Unternehmen ist den Olympischen Spielen seit langer Zeit verbunden und seit der Olympiade von Los Angeles 1932 offizieller Zeitnehmer der Spiele. Das supercoole limitierte Set besticht durch ein fantastisches Design, das von einer Stoppuhr der Olympiade von Montreal 1976 inspiriert ist. Auf dem Gehäuseboden sind alle Olympiastädte seit 1932 aufgelistet.

Die zweite Vorab-Lancierung, die wir bereits erfreut in Augenschein nehmen konnten, ist eine komplett neue Damenuhrenlinie von Omega. Die Trésor Kollektion – benannt nach der früheren De Ville Trésor, dabei aber vollkommen eigenständig – fasziniert durch ihr beeindruckendes Design mit übergroßen römischen Ziffern und floralen Mustern auf dem Gehäuseboden und der Krone, die das Omega Logo einbeziehen. Die Modelle sind in Edelstahl- und Goldversionen mit 39 oder 36 mm Gehäusedurchmesser erhältlich und mit einem geschmackvollen Diamantbesatz an den Lünetten ausgestattet.

John Wallis
John Wallis

Living and working in London, John has been writing about watches since graduating university. He got his start at SalonQP, London's finest watch show, where he was inspired by the breadth and creativity of the modern industry. His fascination with mechanical horology has only grown from there.

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