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Daytona International Speedway: Legende und Rolex-Namenspate

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In wenigen Wochen feiert der Daytona International Speedway seinen 60. Geburtstag. Der Parcours ist nicht nur eine Legende unter den Rennstrecken, sondern auch der Namensgeber der Rolex Daytona. Anlässlich des Jubiläums werfen wir einen genauen Blick auf beide Legenden – Rennstrecke und Luxusuhr. Lesen Sie weiter und erfahren Sie die spannendsten Details.

Unzertrennbar: Daytona Beach und Rennsport

Der Daytona International Speedway wurde im Jahr 1959 eröffnet, doch der Ursprung der Rennstrecke ist deutlich älter: Die wenigsten wissen, dass der 37 Kilometer lange Strand von Daytona Beach schon im frühen 20. Jahrhundert mit Autos befahren werden durfte. So kam es, dass der Strand vor allem für das Testen von Kraftfahrzeugen – damals noch mit dampfbetriebenen Motoren – berühmt wurde. Schnell wurde Daytona Beach daher ein Synonym für Autorennen und Geschwindigkeitsrekorde. Schließlich öffnete im Jahr 1902 der Daytona Beach Road Course seine Pforten – eine Rennstrecke, die ganz offiziell über einen Abschnitt des Strandes verlief.

Die Popularität des Daytona Beach Road Course wuchs Jahr für Jahr an. Anfang der 1950er Jahre erkannte Bill France senior, Mitbegründer des US-amerikanischen Motorsportverbandes NASCAR, dass die Rennstrecke den immer größer werdenden Zuschauermassen nicht mehr gerecht werden konnte. Mit seiner Forderung, einen Super-Speedway zu bauen, brachte er erstmals den Daytona International Speedway ins Gespräch.

Eine legendäre Rennstrecke für einen legendären Ort

Der erste Spatenstich für die neue Rennstrecke fand im November 1957 statt. Nur 15 Monate später, am 22. Februar 1959, fand das allererste Rennen auf dem neu eröffneten Daytona International Speedway statt: Es war zugleich das Debütrennen der NASCAR-Daytona-500-Serie, einem 500-Meilen-Rennen, das seitdem einmal jährlich in Daytona stattfindet. Die NASCAR hatte einen nicht geringen Anteil an der rasanten Entwicklung des Rennsports in Daytona Beach: Die Vereinigung wurde im Jahr 1948 gegründet und sorgte dafür, dass die Faszination Motorsport ein ganz neues Level erreicht.

Der Daytona International Speedway ist aus dem Rennsport mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die Location bietet zur Zeit Platz für 101.500 Zuschauer und ist Austragungsort zahlreicher populärer Rennen, vor allem aus der NASCAR-Serie. Das mit Abstand wichtigste Rennen ist nach wie vor das historische Daytona-500-Rennen. Neben dem ovalen Rundkurs bietet die Rennstrecke auch einen optionalen Innenkurs.

Daytona Rising: Frischzellenkur für den Speedway

Im Jahr 2013 erhielt der Daytona International Speedway die erste grundlegende Sanierung. Der Name: Daytona Rising – die Auferstehung Daytonas. 400 Millionen US-Dollar wurden in die Erneuerung der Veranstaltungsanlage investiert. Zum Vergleich: Die Errichtung des Rennkomplexes Ende der 1950er Jahre hat 3 Millionen US-Dollar gekostet. In diesem Zuge wurden die Tribünen erneuert und die Sitze verbreitert. Hinzu kamen 60 Luxus-Suiten, zahlreiche Stände für Getränke, Snacks und Fanartikel sowie ein rundum moderneres Ambiente.

Die Verbindung von Rolex und Motorsport

Dass die Schweizer Luxusmanufaktur Rolex seit jeher eine enge Verbindung mit Forschung, Kunst und Sport pflegt, ist kein Geheimnis. Dies gilt selbstverständlich auch für Motorsport: Schon seit den 1930er Jahren engagiert sich Rolex im Motor- und Hochgeschwindigkeitssport. Der erste Chronograph der Manufaktur, die Referenz 6234, kam im Jahr 1955 auf den Markt. Einen Namen hatte diese Uhr noch nicht. Auf dem Zifferblatt befand sich lediglich ein Schriftzug, der die Funktion der Uhr erläuterte: Chronograph.

Das Engagement der Rolex SA machte natürlich auch vor dem legendären Daytona International Speedway keinen Halt. Es verwundert daher nicht, dass Rolex im Jahr 1962 offizieller Zeitnehmer in Daytona Beach wurde. Sämtliche Rundenzeiten erfolgten von nun an mit Zeitmessern der Firma Rolex. Anlässlich dieses besonderen Ereignisses erhielt der Rolex-Chronograph nur ein Jahr später, im Jahr 1963, den Namen „Daytona“.

Rolex Daytona: Die Legende lebt

Das erste Daytona-Modell, die Referenz 6239, zählt heute zu den begehrtesten Vintage-Modellen des Schweizer Unternehmens. Für einige Varianten dieser Referenz werden mittlerweile sechsstellige Summen aufgerufen. Die Uhr war allerdings nicht immer so begehrt: Gerade in den 1960er Jahren war die Rolex Daytona kein besonders beliebtes Modell. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz, die ihre Uhren bereits mit modernen Automatikwerken ausstattete, besaß die Daytona noch einen Handaufzug, der die Sportuhr fast schon ein wenig bieder wirken ließ.

Erst mit Einführung der Referenz 16540 im Jahr 1988 spendierte Rolex der Daytona ein Automatik-Kaliber. Die Nachfrage stieg prompt, allerdings kam Rolex mit der Produktion kaum hinterher, da die Werke von Zenith stammten und Rolex nur eine begrenzte Stückzahl der Uhrwerke erhielt. Dieser Engpass führte dazu, dass die Daytona zu einer raren und dementsprechend heißbegehrten Luxusuhr wurde.

Auch mit den Folgereferenzen 116520 im Jahr 2000 und jüngst 116500 im Jahr 2016 ebbte der Mythos nicht ab. Noch heute ist die Rolex Daytona eine rare und begehrenswerte Uhr. Die Wartelisten für die aktuellen Daytona sind so lang, dass es kaum Chancen gibt, ein Exemplar zum Listenpreis zu erhalten. Wenn man sich die authentische Geschichte der Uhr vergegenwärtigt, ist dies in Anbetracht des Charmes der Rolex Daytona absolut nachvollziehbar.

Nils Rau
Nils Rau

An upholder of justice in the world, our German editor Nils is a judge by profession, and a luxury watch enthusiast by passion. Much of his free time is dedicated to wristwatches by exploring watch blogs and online magazines, as well as keeping an eye out on the timepiece stock exchange market. His articles focus on brands, trends, as well as the philosophical questions within the world of fine watches.

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