fbpx

Kampf der Fliegeruhren – Rolex GMT-Master vs. Breitling Navitimer

Final-Mood_GMT-vs-Navitimer-0766-Bearbeitet_resized

Showdown: Wir lassen die begehrtesten Ikonen der Luftfahrt gegeneinander antreten: Entdecken Sie die Rolex GMT-Master und die Breitling Navitimer im direkten Vergleich. Welche Luxusuhr macht das Rennen um Platz 1 der beliebtesten Fliegeruhren?

Ursprünglich entworfen für den professionellen Einsatz in der Luftfahrt, üben Pilotenuhren auch außerhalb des Cockpits einen gewissen Charme aus. Die Zeitmesser, die insbesondere im 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen, sind heute Luxusuhren am Handgelenk mit Toolwatch-Funktionen. Auch in widrigen Verhältnissen ist auf Fliegeruhren Verlass – ob von Breitling, Rolex, IWC  oder weiteren Marken. Einige von ihnen retteten in der Vergangenheit bereits Piloten und Crew-Mitgliedern das Leben.

Der Beginn einer Ära: Die Cartier Santos ist die Mutter aller Fliegeruhren und zugleich die erste Uhr, die am Handgelenk statt in der Tasche getragen wurde. Vor mehr als hundert Jahren entwickelte Louis Cartier dieses Modell für seinen Freund, den Piloten Alberto Santos-Dumont. Der Zeitmesser avancierte schnell zur Ikone in der Luxusuhrenbranche und ist heute eine Legende, denn ihre Geschichte ist so besonders wie ihr charakteristisches Design mit kantigem Gehäuse und auffällig gesetzten Schrauben auf Armband und Lünette. Im Jahr 1906 konnte Alberto Santos-Dumont mit dieser Uhr am Handgelenk bereits einen Erfolg verzeichnen: Ihm gelang der erste öffentliche Motorflug der Welt.

Rolex_GMT-Master_vs_Breitling_Navitimer_chronext3

Wir betrachten zwei weitere Klassiker der Luftfahrt genauer und stellen sie einander gegenüber. Erfahren Sie mehr über die legendäre Rolex GMT-Master im Vergleich zur weltberühmten Breitling Navitimer:

Rolex GMT-Master vs. Breitling Navitimer: Gehäuse und Materialien

Eine Rolex GMT-Master sowie GMT-Master II erkennt man oft schon aus der Ferne: Das markante Design der drehbaren 24h-Stunden-Lünette ist in den meisten Versionen der Uhr zweifarbig und trägt Spitznamen wie „Coke” oder „Pepsi”, je nach Färbung. Während die Lünette zur Zeitzonenanzeige genutzt wird, umrundet ein zweiter Stundenzeiger einmal am Tag das Zifferblatt  und zeigt eine zweite Zeitzone an. Letztendlich ist es möglich, bis zu drei Zonen parallel abzulesen und sogar zu bestimmen, in welcher Himmelsrichtung Norden liegt. Heute produziert Rolex ausschließlich die GMT-Master II in 904L Edelstahl, ältere Versionen besitzen teilweise Lünetten in Gelbgold oder in Schwarz mit Weißgold. Das Modell ist mit Saphirbeglasung sowie einer verschraubten Krone versehen.

Rolex_GMT-Master_vs_Breitling_Navitimer_chronext2

Auch die Breitling Navitimer ist dank ihrer Rechenschieber-Lünette längst zu einem Klassiker geworden. Der Name dieser Uhr verbindet bereits die Kombination aus Navigation und Timer, also Navigationsrechner und Chronograph. Der integrierte Rechenschieber ermöglicht es, Treibstoffverbrauch, Flugraten, Durchschnittsgeschwindigkeiten und andere Navigationswerte problemlos zu ermitteln. Auch das Gehäuse dieser Uhr besteht aus Edelstahl, das Armband wahweilse aus Leder oder Edelstahl. Im Vergleich zur Rolex GMT-Master sind manche Breitling Navitimer-Modelle mit einem Sichtboden versehen.

Das Uhrwerk der Pilotenuhren im Vergleich

Rolex Kaliber 3186 vs. Breitling Kaliber 01: In der Rolex GMT-Master II ist das Manufakturkaliber 3186 verbaut. Das Uhrwerk hat eine Gangreserve von 48 Stunden, besitzt 31 Rubine und gilt als extrem präzise und zuverlässig: Die von Rolex angegebene maximale Gangabweichung beträgt lediglich ± 2 Sekunden in 24 Stunden. Das in der Rolex GMT-Master II verbaute Kaliber 3186 basiert auf dem berühmten Rolex Automatik-Kaliber 3135, welches um ein GMT-Modul ergänzt wurde. Das Ursprungskaliber mit GMT-Funktion war das 1985 eingeführte 3085, welches in der ersten GMT-Master II „Fat Lady“ zum Einsatz kam.

Rolex_GMT-Master_vs_Breitling_Navitimer_chronext

In sämtlichen Breitling Navitimer-Modellen werden seit 2009 ebenfalls ausschließlich Manufakturkaliber verbaut, denn in diesem Jahr etablierte Breitling erstmals das hauseigene Uhrwerk B01. Das erste Breitling-Kaliber 01 kam in der Navitimer zum Einsatz und verlieh dem Chronographen die Bezeichnung „Navitimer 01“. Das Manufakturkaliber hat eine Gangreserve von 70 Stunden und ist von der COSC als Chronometer zertifiziert – ebenso wie die Modelle von Rolex. Seit der Vorstellung des Kalibers B01 modifizierte Breitling sein Manufakturkaliber mehrmals: Das B02 in der Handaufzugsversion, das sich in der Breitling Navitimer Cosmonaute 02 wiederfindet, das B04 mit GMT-Funktion, verbaut in der Navitimer GMT sowie das B05 mit Weltzeitindikation. Auf der Baselworld 2017 stellte die Marke zudem das Automatikkaliber B03 als Rattrapante-Chronograph vor.

Rolex GMT-Master vs. Breitling Navitimer: Überblick und Preis

Zusammenfassung

Welche Fliegeruhr macht nun das Rennen? Letztendlich bleibt die Entscheidung immer eine persönliche, dennoch haben wir einen Favoriten. Beide Modelle blicken nicht nur auf eine traditionsreiche Geschichte zurück, auch sind sie sich im Gehäuse des Materials und der Beglasung überaus ähnlich – abgesehen von Sammlermodellen und Sondereditionen. Die Rolex GMT-Master überzeugt mit ihrer deutlich höheren Wasserresistenz gegenüber der Breitling Navitimer. Durch die Verbesserung des Kalibers hin zu einem eigenen Manufakturkaliber, entschied sich Breitling jedoch im Jahr 2009 für einen Sprung in puncto Qualität. Sowohl das in der GMT-Master II verbaute Uhrwerk 3186 als auch die Kaliber der Navitimer-Modelle verfügen über ein Chronometerzertifikat der COSC und überzeugen mit ihrer Ganggenauigkeit und Zuverlässigkeit. In Sachen Gangreserve ist das Breitling-Kaliber B01 mit 70 Stunden dem Rolex-Kaliber 3186 mit ca. 50 Stunden leicht überlegen, dennoch blickt Rolex auf die längere Erfahrung in der Herstellung hauseigener Uhrwerke zurück.

Weitere Pluspuntke für die GMT-Master: Das Gehäuse mit einem Durchmesser von 40 mm ist für viele Handgelenke deutlich passender, als das der Navitimer – 46 mm sind ohne Frage ein Statement, dass manchem Uhrenliebhaber zu groß sein mag.

Trotz des höheren Preises hat die Rolex GMT-Master einen leichten Vorsprung, weshalb wir diese Uhr schließlich zum Gewinner küren: Der Werterhalt der Rolex-Modelle ist nach wie vor unschlagbar, noch dazu wird die neue GMT-Master II (vorgestellt auf der Baselworld 2018 und erst in Kürze erhältlich), das weiterentwickelte Kaliber 3285 enthalten. Ein neues, technisches Meisterwerk. Ob Che Guevara, Pablo Picasso, oder das berühmte Bond Girl Pussy Galore: Die Rolex GMT-Master hat bereits die Herzen vieler berühmter Persönlichkeiten erobert – sowie das unsere.

Caroline Metz
Caroline Metz

Caroline is our go- to person concerning content and the CXT magazine, as well as communication, PR and social media. She has a passion for timeless designs and writing, and particularly enjoys content on architecture, fashion and luxury watches. With a predominant liking towards watches with exhibition case backs and automatic movements, her watch of choice is the Omega Seamaster Aqua Terra.

No Comments Yet

Comments are closed