Die Geschichte der Fliegeruhren und ihre fünf spannendsten Modelle


von CHRONEXT

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März 02. 2017 - von CHRONEXT

Zugegeben: Fliegeruhren üben einen gewissen Charme aus. Denn bei diesen Modellen handelt es sich nicht nur um bloßen Schmuck, sondern um instrumentelle Zeitmesser, die extra für den anspruchsvollen Einsatz von Piloten hergestellt werden und auch in widrigen Verhältnissen zuverlässig funktionieren. Mittlerweile gibt es seit mehr als hundert Jahren Fliegeruhren. Lesen Sie weiter und lernen Sie die Geschichte der Fliegeruhren sowie die spannendsten Modelle kennen, die die Fliegerei hervorgebracht hat.


Alles begann mit Cartier

Die Motorfliegerei steckte noch in den Kinderschuhen, als der Luftfahrtpionier Alberto Santos-Dumont im Jahr 1904 an seinen guten Freund Louis Cartier herantrat und ihm einen Herzenswunsch offenbarte. Da Santos-Dumont während des Fliegens beide Hände benötigte, um das Flugzeug unter Kontrolle zu behalten, konnte er die Uhrzeit nicht von seiner Taschenuhr ablesen: Er benötigte eine Armbanduhr. Diesem Wunsch sollte Louis Cartier nachkommen. Nur zwei Jahre später, im Jahr 1906, präsentierte er eine Fliegeruhr, die am Handgelenk getragen werden konnte und nach ihrem Ideengeber benannt war: Die Cartier Santos.

Zugegeben -  die Cartier Santos ist keine typische Fliegeruhr, wie wir sie heute kennen. Mit ihrem stilisierten Zifferblatt und der geringen Größe mutet sie aus heutiger Sicht eher wie eine Dresswatch an. Doch das Besondere war die innovative Idee, eine Taschenuhr aus dem Bedürfnis der Fliegerei hinaus durch eine Armbanduhr zu ersetzen.

Durchbruch und Etablierung

In den darauffolgenden Jahren stieg die Popularität der Fliegeruhren, auch andere Hersteller entwickelten kurze Zeit später Fliegeruhren. Dies lag nicht zuletzt an den zwei aufeinanderfolgenden Weltkriegen, deren Kämpfe zu einem nicht unbedeutenden Teil in der Luft ausgetragen wurden. In dieser Zeit wurden Fliegeruhren zu den Uhren, wie wir sie heute kennen: Ein großer Durchmesser sowie eine simple Gestaltung des Zifferblattes sorgten für eine bestmögliche Ablesbarkeit. Die Uhrwerke bewiesen mit einer hohen Stoßfestigkeit eine maximale Funktionstüchtigkeit und die Lederarmbänder waren besonders lang, damit die Uhren auch über der Fliegerjacke getragen werden konnten.

Die spannendsten Fliegeruhren

1. Breitling Navitimer

Der Breitling Navitimer ist wohl eine der wohl bekanntesten Armbanduhren der Welt und zugleich der König der Lüfte: Bereits im Veröffentlichungsjahr 1952 wurde der Zeitmesser von der internationalen Pilotenorganisation AOPA offiziell als Pilotenuhr empfohlen. Die Uhr zeichnet sich durch den markanten Rechenschieber aus, mit dem sich zahlreiche – auch anspruchsvolle – Rechenoperationen durchführen lassen, die an Bord eines Flugzeugs nicht nur hilfreich, sondern im Zweifel überlebensnotwendig sein können. Seit einigen Jahren verbaut Breitling in dem Navitimer das Manufakturkaliber Breitling 01, das in Eigenregie entwickelt und hergestellt wurde.

Spätestens als in der Nachkriegszeit der 1950er Jahre die zivile Luftfahrt boomte und Fliegeruhren-Ikonen wie der Breitling Navitimer oder die Rolex GMT-Master auf den Markt kamen, erlebte die Geschichte der Fliegeruhren ihren finalen Meilenstein: Das militärische Erscheinungsbild wich nützlichen Komplikationen wie dem Rechenschieber oder der praktischen GMT-Funktion. In diesen Jahren nach dem zweiten Weltkrieg, als auch Taucheruhren immer beliebter wurden, wurde es schließlich salonfähig, Toolwatches zu tragen.

2. Rolex GMT-Master II

Als die amerikanische Fluggesellschaft Pan Am Rolex damit beauftragte, eine Armbanduhr herzustellen, mit der sich zwei Zeitzonen gleichzeitig ablesen lassen, baute Rolex Anfang der 1950er Jahre die GMT-Master. Diese besaß einen Zeiger, der die zweite Zeitzone anzeigte, sowie eine beidseitig drehbare 24-Stunden-Lünette. 2007 folgte schließlich ein Meilenstein mit der Einführung der sechsstelligen Referenz: Die 116710LN ist die qualitativ hochwertigste GMT-Master und besitzt nun eine Keramik-Lünette. Wenn man diese aktuelle GMT-Master II neben die ersten Modelle der GMT-Master legt, dann erkennt man die Verwandtschaft noch immer auf den ersten Blick.

3. IWC Big Pilot

Schon 1936 lieferte IWC die erste Spezialuhr für Piloten aus. Heute ist die Pilot’s-Watch-Linie einer der Grundpfeiler im Portfolio von IWC. Die Big Pilot steht ganz im Zeichen einer authentischen Fliegeruhr und besitzt ein 46 Millimeter großes Edelstahlgehäuse, das eine maximale Ablesbarkeit gewährleistet. Die aktuelle Referenz 5009 wurde aufs Wesentliche reduziert und besitzt wieder die Gestaltungsmerkmale der historischen Fliegeruhren, die IWC gebaut hat. Ein besonderes Augenmerk gilt auch der großen Aufzugskrone, die das Aufziehen und Stellen der Big Pilot auch mit Fliegerhandschuhen ermöglicht.

4. Breitling Chronomat

Der Breitling Chronomat ist ebenfalls eng mit der Fliegerei verbunden. Die erste Version des Chronomats kam 1941 auf den Markt und glich aufgrund des vorhandenen Rechenschiebers optisch dem Navitimer. Hieraus erklärt sich auch der Name der Uhr, der sich aus den Worten „Chronograph“ und „Mathematik“ zusammensetzt. Seit dem Re-Launch im Jahr 1984 besitzt der Fliegerchronograph das Erscheinungsbild, das auch heute noch maßgeblich für sein Design ist. Gerade die Zahl der verschiedenen Zifferblatt- und Armbandvarianten und der unterschiedlichen Materialien, in denen der Chronomat verfügbar ist, machen die Uhr zu einem der Bestseller im Hause Breitling.

5. Zenith Pilot

Die Zenith Pilot Uhr garantiert einen hohen Wiedererkennungswert. Dies liegt vor allem an der äußerst markanten Zifferblattgestaltung und den formschönen Zeigern. Sowohl das Zifferblatt als auch das Zeigerspiel orientierten sich sehr nah an dem historischen Vorbild: Einer Borduhr für Flugzeuge aus dem Jahr 1939. Die Zifferblattbeschriftung „Montre D’Aéronef“ bedeutet dementsprechend nichts geringeres als „Borduhr“. Auch der Durchmesser von 45 Millimetern ist authentisch und heutigen Verhältnissen angemessen. Der große Kontrast auf dem Zifferblatt und die großzügig bemessene Zwiebelkrone gewährleisten die für Fliegeruhren typische gute Ablesbarkeit und Funktionalität.

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