fbpx

Baselworld 2019: TAG Heuer und die neue Autavia-Ära

Im Gegensatz zur Carrera- und Monaco-Linie wurde die Autavia noch nie grundlegend überarbeitet. Im Jahr 2019 ist es endlich soweit: Auf der diesjährigen Baselworld präsentiert die Schweizer Uhrenmanufaktur eine komplett neue Autavia-Kollektion. Die Drei-Zeiger-Modelle machen den Anfang. Wir konnten bereits einen Blick auf die neuen Modelle werfen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr.

Autavia steht für Automobil und Aviation

Die Geschichte der TAG Heuer Autavia geht zurück auf das Jahr 1933, als der Firmengründer Edouard Heuer die erste Armaturenbrett-Stoppuhr für Rennwagen, Boote und Flugzeuge entwickelte. Aus den Wörtern „Automobil“ und „Aviation“ leitet sich der Name Autavia ab. Der Launch der Armbanduhr fand im Jahr 1962 statt. Seitdem – oder besser: bis jetzt – trug die Autavia ihr bekanntes Gesicht.

Der diesjährige Relaunch der Kollektion macht den Anfang mit Drei-Zeiger-Uhren in Edelstahl und Bronze. Im Herbst wird TAG Heuer die neue Autavia-Kollektion um einige Chronographen bereichern.

Ein perfekter Allrounder

Die Autavia-Modelle haben einen plastischen, detailreichen Look, der dem Abenteuergeist ihrer Träger entsprechen soll und seine Inspiration aus den frühen Autavia-Modellen schöpft. So ist die Gestaltung der arabischen Ziffern an die Borduhr aus den 1930er Jahren angelehnt. Das Saphirglas ist dezent gewölbt. Der Durchmesser sorgt mit 42 Millimetern für eine gewisse Präsenz, gleichwohl macht die Uhr aufgrund der relativ großen und konvex gestalteten Lünette keinen großen Eindruck am Handgelenk. Hier ist die Uhr insofern zwar präsent, aber durchaus angenehm anzuschauen und zu tragen.

Wer eine elegante Toolwatch für jeden Tag sucht, der kann in der neuen Autavia seinen neuen Begleiter finden. Hierzu passt – trotz nicht verschraubter Krone – die Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Metern, die sämtliche Strapazen des Alltags ohne Tadel mitmacht. Den Charakter der Autavia als Allroundtalent unterstreicht auch das Schnellwechselsystem am unteren Ende der Armbänder, das ein zügiges Wechseln der Bänder ohne Zuhilfenahme von Werkzeug ermöglicht.

TAG Heuer Autavia 2019: Farbvielfalt

Besonders gelungen ist die Farbgebung der Uhren. Die Zifferblätter sind in den Farben braun, olivgrün und blau erhältlich. Sämtliche Töne sind auf den ersten Blick angenehm und dezent, aber beim genaueren Betrachten erfrischend und individuell. Bis auf das Einstiegsmodell, das eine Edelstahllünette besitzt, kommt in allen anderen Versionen eine Lünette aus Keramik zum Einsatz. Sämtliche Zifferblätter haben eine recht grobe Körnung, die zu dem gefälligen Detailreichtum der Uhr beiträgt.

Die Bronze-Version wird mit grünem und braunem Zifferblatt erhältlich sein. Insgesamt gibt es sieben Varianten der neuen Autavia.

Uhrwerk auf Sellita-Basis

Im Inneren der Uhr arbeitet das TAG-Heuer-Kaliber 5, das auf dem Kaliber SW 200 des Schweizer Herstellers Sellita basiert. TAG Heuer hat sich jedoch nicht damit zufriedengestellt, das Uhrwerk unüberarbeitet zu übernehmen. So wurde unter anderem eine eigens entwickelte Carbonspiralfeder in den Werken verbaut, die den Schriftzug „Isograph“ auf dem Zifferblatt erklärt und innerhalb des Unternehmens auch als „Nanograph“ bekannt ist. Das Uhrwerk bietet einen Sekundenstopp sowie eine Schnellverstellung des Datums.

Fazit: Schritt nach vorne

Oft wurde der Wunsch nach einer Re-Edition der Vintage-Autavia laut. Dass TAG Heuer nun eine ganz neue Version der Autavia lanciert, ist begrüßenswert. Denn viele Uhrenhersteller beschränken sich auf Heritage-Modelle oder weitere Farbvariationen, ohne wirkliche Neuheiten zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund sind die auf der Baselworld 2019 vorgestellten Modelle ohne Frage ein großer Schritt nach vorne und in die richtige Richtung. Es ist heutzutage nicht leicht, ein eigenständiges und unverkennbares, aber doch klassisches und in sich stimmiges Design zu präsentieren. TAG Heuer hat dies geschafft.

Darüber hinaus hat die neue Autavia-Kollektion einiges zu bieten. Schon die Farbvielfalt der Drei-Zeiger-Uhren hat einen sehr persönlichen Charakter, gerade in Verbindung mit den Bronzegehäusen können die Zifferblätter ihren Charme so richtig ausspielen. Wir dürfen gespannt sein, wie die Chronographen im Herbst aussehen werden und was danach kommt.

Nils Rau
Nils Rau

An upholder of justice in the world, our German editor Nils is a judge by profession, and a luxury watch enthusiast by passion. Much of his free time is dedicated to wristwatches by exploring watch blogs and online magazines, as well as keeping an eye out on the timepiece stock exchange market. His articles focus on brands, trends, as well as the philosophical questions within the world of fine watches.

No Comments Yet

Comments are closed