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Drei Jahrzehnte Partnerschaft: Die Chopard Mille Miglia Race Edition

Beim Thema Racing Watch kommen den meisten Uhren-Begeisterten als erstes die TAG Heuer Monaco und die Rolex Daytona in den Sinn. Doch auch Chopard ist seit Jahrzehnten tief mit dem Motorsport verwurzelt. Seit 1988 ist die Manufaktur offizieller Zeitnehmer und Sponsor der Mille Miglia. In diesem Jahr hat Chopard eine neue Uhr präsentiert: die Mille Miglia 2019 Race Edition. Erfahren Sie alles über die 30-jährige Partnerschaft zwischen dem Genfer U(h)rgestein und dem „schönsten Rennen der Welt”.

Chopards Hommage an die Mille Miglia

Die Verbindung von Uhren und Rennsport ist so faszinierend wie einzigartig. Bevor es moderne Infrarotschranken gab, konnten Zeitabschnitte auf den Rennstrecken lediglich mit mechanischen Chronographen dokumentiert werden. Armbanduhren wurden zu instrumentellen Zeitmessern, indem sie präzise Renn- und Rundenzeiten festhielten. Sie entschieden über Sieg oder Niederlage, Rekordleistung oder Mittelmaß.

Sowohl der Kampf um Hundertstel- und Tausendstelsekunden auf dem Asphalt als auch eine möglichst präzise Zeitmessung sind nicht nur Ausdruck einer wissenschaftlichen Disziplin, sondern zugleich eine faszinierende Symbiose von Uhrmacher- und Ingenieurskunst. Mit der Mille-Miglia-Kollektion zollt Chopard dieser besonderen Verbindung Tribut. Einmal im Jahr lanciert die 1860 gegründete Traditionsmanufaktur eine limitierte Race Edition, die eine Hommage an die “corsa più bella del mondo”, das schönste Rennen der Welt, darstellt und den Teilnehmern gewidmet ist.

1.000 Meilen zwischen Brescia und Rom

Die Mille Miglia ist neben der Targa Florio und der Carrera Panamericana eines der legendärsten Autorennen der Welt. Im Jahr 1925 beabsichtigten vier Automobil-Enthusiasten, ein Straßenrennen ins Leben zu rufen, das in ihrer Heimatstadt Brescia beginnen und enden sollte. Nur zwei Jahre nach diesem zündenden Gedanken startete am 26. März 1927 die erste Mille Miglia, die entsprechend ihrem Namen rund 1.000 Meilen lang ist. Das Rennen fand seitdem jährlich statt, endete aber nach einem tragischen Unfall im Jahr 1957 – zumindest vorläufig.

20 Jahre später feierte die Mille Miglia ihr Revival. Die viertägige Veranstaltung steht seitdem ganz im Zeichen der historischen Autorennen: Es dürfen ausschließlich Boliden teilnehmen, die zwischen 1927 und 1957 hergestellt wurden. Der Wettkampfgedanke ist jedoch hinter der Zelebrierung der historischen Rennstrecke zurückgetreten. Statt Piloten, die um Siege fahren, heizen heute Liebhaber und Enthusiasten über den Asphalt, wobei es mehr um Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit als um Millisekunden geht. Nur etwa 450 handverlesene Teams sind berechtigt, an dem legendären Event teilzunehmen.

Chopard & Mille Miglia: Eine einzigartige Symbiose

Seit 1988 ist Chopard der wichtigste Partner der weltweit bekannten Mille Miglia – und das obwohl branchenübergreifende Kooperationen wie diese in den 1980er Jahren noch völlig unüblich waren. Die Manufaktur sponsert das Rennevent und tritt als offizieller Zeitmesser in Erscheinung. Diese Partnerschaft ist Ausdruck einer intensiven Verbindung von Chopard zum Rennsport. Der CEO Karl-Friedrich Scheufele ist, wie schon sein Vater, ein leidenschaftlicher Automobil-Enthusiast und verfügt über eine beachtliche Oldtimer-Sammlung. Regelmäßig sitzt er bei dem legendären Autorennen selbst hinterm Steuer.

Inzwischen ist die Mille Miglia eine der bekanntesten Uhrenkollektionen der 1860 gegründeten Manufaktur. Die charakteristische Modelllinie versteht es, die Funktionalität als Präzisionsinstrument mit der Ästhetik einer offiziellen Rennsport-Hommage zu verbinden. Ob Mille Miglia Chronograph, GTS Power Control oder Superfast Edition: Alle Uhren besitzen die Rennsport-DNS und sind trotz der Modellvielfalt auf den ersten Blick als Chopard Mille Miglia erkennbar. Dies gilt auch für die geschmackvoll gestalteten Damenmodelle.

Fokus auf präziser Zeitmessung

Was die Funktionalität der Armbanduhren anbelangt, legt Chopard den Fokus – entsprechend der Verbindung zum Rennsport – auf Chronographen, die den überwiegenden Teil der Kollektion ausmachen. Zum Teil verfügen diese über besondere oder zusätzliche Komplikationen. Das erste, 1988 lancierte Exemplar wurde mit einer Tachymeterskala ausgestattet, die zum Erfassen von Durchschnittsgeschwindigkeiten über eine Meile oder einen Kilometer hinweg diente. Die Chopard Mille Miglia Chronograph Split Second erlaubt es hingegen, zwei Zeitmessungen gleichzeitig vorzunehmen.

1998 erschien zum zehnjährigen Jubiläum der Partnerschaft erstmals ein Modell mit außergewöhnlichem Kautschuk-Armband im Design eines Dunlop-Reifenprofils. Im Inneren des Gehäuses befand sich ein mechanisches Chronographenkaliber mit Selbstaufzug. Vier Jahre später überraschte der Mille Miglia GMT 2004 mit einer Anzeige für eine zweite Zeitzone.

Die Chopard Mille Miglia 2019 Race Edition

Auf der Baselworld 2019 hat Chopard die auf 1.000 Stück limitierte Mille Miglia 2019 Race Edition vorgestellt. Bei der diesjährigen Sonderedition der 2015 eingeführten Mille-Miglia-GTS-Kollektion handelt es sich um einen Chronographen mit einem rutheniumgrauen Zifferblatt, das nach den Zapfen- bzw. Perlageschliffen der Race-Edition-Jahre 2017 und 2018 angenehm schlicht daherkommt.

Die Anordnung der Totalisatoren auf sechs, neun und zwölf Uhr erlaubt die Positionierung eines Datumsfensters bei drei Uhr. Während die für die Chronographenfunktion verwendeten Totalisatoren bei zwölf und sechs Uhr schwarz gehalten wurden und somit einen hohen, ablesefreundlichen Kontrast darstellen, hat Chopard die Sekundenanzeige bei neun Uhr in einem dem Zifferblatt ähnlichen Grau gestaltet. Links neben der Sekundenanzeige wurde das rote Mille-Miglia-Logo positioniert. Es dürfte zudem wenig überraschend sein, dass die Uhr eine Tachymeter-Lünette besitzt, mit der sich unter anderem Geschwindigkeitsmessungen durchführen lassen.

Das Edelstahlgehäuse der Mille Miglia 2019 Race Edition ist 44 Millimeter groß. Die Uhr ist bis zu 100 Meter wasserdicht. Wie die Anordnung der Totalisatoren bereits vermuten lässt, verrichtet in der Uhr das zuverlässige ETA/Valjoux 7750 mit COSC-Zertifizierung seinen Dienst. Auf dem Gehäuseboden befindet sich ein PVD-schwarzes Schachbrettmuster sowie das Mille-Miglia-Logo. Das braune Racing-Lederband besitzt auf der Innenseite das für Chopard typische Autoreifen-Relief aus Kautschuk, das besonders im Sommer für einen angenehmen Tragekomfort sorgen dürfte.

Nils Rau
Nils Rau

An upholder of justice in the world, our German editor Nils is a judge by profession, and a luxury watch enthusiast by passion. Much of his free time is dedicated to wristwatches by exploring watch blogs and online magazines, as well as keeping an eye out on the timepiece stock exchange market. His articles focus on brands, trends, as well as the philosophical questions within the world of fine watches.

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