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Echt oder Fake? Der Buyer's Guide zum Erkennen einer gefälschten Rolex


von Nils Rau

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Oktober 13. 2017 - von Nils Rau

Luxusuhren sind heutzutage so gefragt wie nie zuvor. Zur Zeit entsteht immer mehr der Eindruck, als würden viele Leute alles tun, nur um an Uhren der Top-Manufakturen zu kommen. Mit dieser Luxus-Lust entsteht gleichzeitig eine neue Problematik. Die Frage von Uhren-Käufern lautet nämlich immer häufiger: „Ist die echt?“. Der Uhrenmarkt wird folglich von Replika-Uhren immer besser werdender Qualität überflutet und es wird schwieriger und schwieriger, echte Uhren von Fälschungen zu unterscheiden. CHRONEXT macht mit dem heutigen Buyer's Guide reinen Tisch: Wir werfen einen Blick auf die Königin aller Uhren – Rolex.


Rolex zählt zu den besten Uhrenmanufakturen aller Zeiten. Wenn Sie eine solche Uhr kaufen, dann können Sie beste Qualität in allen Belangen erwarten. Dementsprechend können viele Rolex-Replikas bereits wegen ihrer minderwertigen Fertigungsqualität als Fake entlarvt werden. Andere Fälschungen sind hingegen nur schwer als solche zu identifizieren. Hier sind die fünf besten Tipps, um eine gefälschte Rolex Cosmograph Daytona zu erkennen.

Kennen Sie Ihr Metier

Das A und O ist Recherche: Finden Sie alles über die Uhr und den Verkäufer heraus. Es ist empfehlenswert, auch die Papiere (genauer gesagt das Garantiezertifikat) der Uhr, die Sie kaufen wollen, in Augenschein zu nehmen. Wenn Sie wissen, welche genaue Referenz Sie kaufen wollen,  dann sollten Sie jede einzelne Komponente der Uhr kennen: vom Armband bis zur Seriennummer der Uhr. Ebenso sollten Sie ungefähr den Preis der Uhr kennen. Die Seriennummer ist das wesentliche Identifikationsmerkmal einer jeden Rolex-Uhr. Bei älteren Modellen ist diese auf der äußeren Gehäuseseite zwischen den Hörnern bei zwölf Uhr zu finden, seit 2007 befindet sich die Seriennummer hingegen bei sechs Uhr auf der Rehaut. Stellen Sie sicher, dass die Seriennummer nicht eine der typischen Fake-Seriennummern ist. Zudem sollte die Seriennummer deutlich und grundsätzlich tief eingraviert sein – nicht schwammig oder unscharf wie bei den meisten Replikas.

Zu jedem Rolex-Modell gibt es bestimmte Fake-Varianten. Jede hat ihre eigenen Charakteristika und Unstimmigkeiten, die von Kennern ausgemacht werden können. Zu den am häufigsten gefälschten Rolex-Modellen zählen übrigens die Datejust, Submariner, Yacht-Master, Oyster Perpetual sowie die Rolex Cosmograph Daytona, auf der im Folgenden der Fokus liegen soll.


 

Der Teufel steckt im Detail

Wenn es darum geht, eine echte Rolex mit einem Fake zu vergleichen, dann liegt der Unterschied meist in kleinsten Ungereimtheiten. Am einfachsten ist häufig das Zifferblatt zu entlarven: Markante Abweichungen bei der Schriftart, schmutzige bzw. unscharfe Schriftzüge oder falsche Abstände zwischen den Buchstaben hätten es bei der Rolex-Qualitätskontrolle schwer gehabt und dürften ein deutliches Alarmsignal sein. Auch das Gehäuse ist oftmals aufschlussreich: Eine echte Rolex hat ab Werk keine Gravuren auf der Rückseite (Ausnahmen sind Modelle mit Heliumventil: Sea-Dweller und Sea-Dweller Deepsea)! Hingegen müssen die Gravuren zwischen den Hörnern stimmig sein. Sie sollten außerdem die einschlägigen Grundmerkmale des jeweiligen Modells prüfen: Einige Fälschungen verfügen im Gegensatz zum Original über nicht funktionierende Chronographen-Komplikationen, Sichtböden oder ein Datumsfenster (eine echte Daytona hat niemals eine Datumsfunktion!).


 

Wie tickt eine Rolex?

Nach Prüfung von Gehäuse Zifferblatt geht es ans Uhrwerk. Nahezu alle Rolex-Modelle besitzen ein mechanisches Uhrwerk (Ausnahme: Rolex Oysterquartz). Falls ein sekündliches Quarz-Ticken zu hören ist, handelt es sich also höchstwahrscheinlich um einen Fake. Zudem sind Rolex-Uhrwerke für das in Liebhaberkreisen als „Glockenspiel“ bezeichnete Geräusch bekannt: Wenn Sie die Uhr ganz nah an Ihr Ohr halten und ein paar Sekunden zuhören, dann wird sich das kontinuierliche Ticken der Ankerhemmung in ein glockenartiges Bimmeln verwandeln. Der sicherste Weg, die Echtheit einer Rolex zu bestimmen, ist aber noch immer eine Sichtprüfung des Uhrwerks. Um die Uhr beim Öffnen nicht zu beschädigen, ist die Inanspruchnahme professioneller Hilfe empfehlenswert, da man zum Öffnen einer Rolex ein spezielles Werkzeug benötigt.

Der Gnadenstoß: weitere Echtheitsmerkmale

Um eine gefälschte Daytona zu entlarven, gibt es noch ein paar weitere Aspekte: Zum Beispiel besitzen moderne Daytona-Modelle das von Rolex patentierte Triplock-System: Wenn man die Krone entschraubt und zieht, dann sollten sich am Tubus Gummi-Dichtungen befinden, die bei Fälschungen zumeist fehlen. Auch die Qualität der Leuchtmasse lässt bei Replikas oft zu wünschen übrig; ebenso ist die Rehaut-Gravur bei moderneren Rolex-Modellen (diese lautet ROLEXROLEXROLEX und ist graviert – nicht gedruckt oder gemalt!) oftmals verdächtig. Am unteren Ende des Saphirglases bei sechs Uhr befindet sich seit ungefähr 2002 bis 2004 die so genannte Laserkrone, eine mittels Laserverfahren ins Glas graviertes Rolex-Logo. Mit dem bloßen Auge ist die Laserkrone jedoch nur zu sehen, wenn man ganz genau hinschaut.


 

Lassen Sie Experten ran

Letztlich kann man sich niemals sicher genug sein, wenn es darum geht, eine Rolex als Fälschung zu enttarnen. Auch wenn die zuvor genannten Tipps beim Aufdecken von Unstimmigkeiten helfen können, gibt es immer noch Fälschungen, die so gut sind, dass selbst erfahrene Sammler sie nicht als solche erkennen. Der einzige Weg, sich absolut sicher sein zu können, ist der Kauf einer Uhr von einem vertrauenswürdigen Verkäufer. CHRONEXT gewährleistet zu 100 Prozent die Authentizität der angebotenen Uhren aufgrund des ausführlichen Authentifizierungsprozesses. Unser Team von zertifizierten Experten in dem exklusiven CHRONEXT Uhrmacheratelier nimmt jedes noch so kleine Detail der angebotenen Uhren in Augenschein und stellt so sicher, dass Käufer sich absolut sicher sein können, eine echte Uhr zu erwerben. Lernen Sie hier mehr über das CHRONEXT Uhrmacheratelier und stellen Sie fernab davon sicher, alle Fakten über die Uhr, die Sie kaufen möchten, zu kennen.


 
Nils Rau

von Nils Rau

Als ich mich das erste Mal mit dem Thema Uhren beschäftigt habe, hat mich der „virus horologicus“ sofort infiziert. Mittlerweile widme ich einen Großteil meiner freien Zeit Armbanduhren – sei es im Gespräch mit Freunden, in Blogs und Online-Magazinen oder auf Uhrenbörsen. Wenn ich gerade nicht für CHRONEXT schreibe, bin ich zur Zeit als Rechtsreferendar im Norden Deutschlands tätig. In meinen Artikeln beschäftige ich mich hauptsächlich mit spannenden Grundsatz-Fragen und zeitlosen Themen, über die es sich stundenlang leidenschaftlich philosophieren lässt.

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