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Rolex-Lexikon: Die 10 legendärsten Rolex-Zifferblätter erklärt

Die fünfzackige Krone auf dem Zifferblatt ist weltweit bekannt. Aber was genau macht das Hause Rolex so beliebt? Die verschiedensten Merkmale der Marke überzeugen, doch Uhrensammler begeistern sich oftmals für eins: die Rolex-Zifferblätter.

Rolex steht für erstklassige Uhren und kompromisslose Qualität. Ein mancher Laie mag in den horologischen Kreationen des Genfer Unternehmens auf den ersten Blick vielleicht keinen großen Unterschied erkennen, denn gerade das Uhrengehäuse wurde kleineren Modifikationen unterzogen. Rolex-Enthusiasten und Sammler erkennen die feinen Unterschiede der Modelle jedoch ohne Probleme: Meist genügt schon ein sorgfältiger Blick auf die Rolex-Zifferblätter, um die Geschichte und den Entstehungszeitraum des Modells zu identifizieren. Lesen Sie weiter und Sie erfahren mehr über die 10 der legendärsten Rolex-Zifferblätter.

1. California Dial

„California Dial“ beschreibt ein Zifferblatt im Art Déco Design, welches Rolex 1941 patentieren ließ. Eine Uhr mit diesem Blatt besteht zu einer Hälfte aus römischen und zur anderen Hälfte aus arabischen Ziffern, wobei ihre Anordnung einem festen Muster folgt: Die Zahlen Vier bis Acht zeigen die Uhrzeit in arabischen und die Zahlen Zehn bis Zwei in römischen Zahlen an. Bei drei, sechs und neun Uhr werden die Markierungen mit Querstrichen gesetzt, während die 12 mit einem Dreieck versehen wird.

Die ersten „California Dials“ tauchen bei der Rolex Oyster Perpetual mit Bubble Back auf und sind auf dem Second-Hand-Markt für Vintage-Uhren gar nicht mal so einfach zu finden.

Quelle: Rolexmagazine.com

2. Chocolate Dial

Wenn Uhrenenthusiasten von einem „Chocolate Dial“ sprechen, meinen sie damit zwei verschiedene Arten von Rolex-Zifferblättern, die jeweils in der charakteristischen Farbe des Namensgebers gestaltet sind: Schokoladenbraun. Der Begriff fällt, um aktuelle Kreationen der Rolex Yacht-Master 40 zu beschreiben, deren Zifferblätter in braun designt sind. Mit „Chocolate Dial“ werden aber auch ehemals schwarze Rolex-Zifferblätter von Modellen aus den 50er, 60er und 70er Jahren beschrieben, die mit der Zeit verblasst sind und nun eine Braunfärbung aufweisen.

Das Universum der Rolex-Sprache ist vielfältig: Neben dem „Chocolate Dial“ fallen auch Bezeichnungen wie „Tropical Dial“ und „Marrone“, um Rolex-Zifferblätter mit brauner Färbung zu beschreiben.

3. Cream Dial

„Cream Dial“ ist die liebevolle Bezeichnung für ein entstandenes Phänomen einer Fehlproduktion von Rolex. Die weißen Zifferblätter der Rolex Explorer II Referenz 16550 und 16570 sind über die Jahre durch Sonneneinstrahlung ausgeblichen und haben sich beige verfärbt.

4. Gilt Dial

Das Design der „Gilt Dials“, auf deutsch vergoldete Zifferblätter, war das erste, welches Rolex jemals für Sportuhren nutzte. Diese Rolex-Zifferblätter zeichnen sich durch die goldene Typografie auf der schwarzen Oberfläche aus und wurden zwischen den 1950er bis 1960er Jahren bei Submariner Referenzen verwendet.

Wegen ihres hohen Alters und der vergleichsweise kurzen Produktionsdauer gehören „Gilt Dials“ zu den seltensten und wertvollsten Zifferblättern der Sportuhren von Rolex.

Quelle: Watchtime.net

5. Glossy Dial

Mit „Glossy Dial“ beschreiben Uhrenenthusiasten die hochglänzende, schwarze Oberfläche eines Rolex-Zifferblattes. Während das Schweizer Unternehmen bis Mitte der 1980er Jahre Sportuhren mit mattem Zifferblatt („Matte Dial“) kreierte, erfolgte in den Jahren danach eine Abänderung zu glänzenden Blättern. Dieser Wechsel stellt bis heute wohl die letzten „dramatische“ Veränderung der Rolex-Zifferblätter von Sportuhren aus Edelstahl dar.

Das schwarz glänzende Blatt mit den applizierten Indizes in Weißgold verleiht der gesamten Uhr ein luxuriöses Design. Sollten Sie sich für die Ästhetik des „Glossy Dials“ interessieren, haben wir gute Nachrichten für Sie: Diese Modelle wurden häufig produziert und daher leicht auffindbar. Vor allem die Submariner No Date wurde des Öfteren mit einem „Glossy Dial“ versehen.

6. Linen Dial

Das sogenannte „Linen Dial“ finden Sie auf verschiedenen Variationen der Rolex Datejust. Hierbei handelt es sich um ein Zifferblatt mit Textur, welches der begehrten Datejust ihren besonderen „Vintage“-Charme verleiht. Ob silber, grau oder champagnerfarbendes Zifferblatt der Two-Tone Referenz 16013 – die Farben der unterschiedlichen „Linen Dials“ lassen keine Wünsche offen und haben für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Aktuelle Neuerscheinungen der Rolex Datejust mit „Linen Dial“ gibt es nicht. Auf dem Markt für Luxusuhren aus zweiter Hand werden Sie jedoch sicherlich fündig. Die gängigsten Vintage-Referenzen sind 1601, 1603 und 16014.

7. Maxi Dial

Viele Modelle von Rolex machen sich fluoreszierende Chemikalien auf Teilen des Zifferblattes sowie der Zeiger zu eigen, um die Uhrzeit auch bei schlechten Lichtverhältnissen problemlos ablesbar zu machen. Eines der bekanntesten Uhren ist die Rolex Submariner.

Sprechen Rolex-Enthusiasten nun von einem „Maxi Dial“, meinen sie damit Rolex-Zifferblätter von Sportmodellen, deren Leuchtpunkte im Durchmesser deutlich größer sind. So ist das Ablesen bei Dunkelheit ein wahres Kinderspiel.

Die Vintage Submariner 5513, 16610LV sowie sechsstellige Referenzen zeichnen sich durch das komfortable und praktische „Maxi Dial“ aus.

8. Matte Dial

Das „Matte Dial“ ist das genaue Gegenteil des „Glossy Dials“ und ersetzte Mitte/Ende der 1960er Jahre die goldenen Zifferblätter („Gilt Dial“). Die matten Rolex-Zifferblätter haben eine flache, grau-schwarze Oberfläche mit weißem Text und lackierten Stundenzeigern mit Tritium-Leuchtmasse.

9. Relumed Dial

Mit „Relumed Dial“ bezeichnen Uhrenenthusiasten weltweit das nachträgliche Auftragen neuer Leuchtmasse auf ein altes Rolex-Zifferblatt.

10. Spider Web Dial

Das „Spider Web Dial“ ist ein einstiger Produktionsfehler von Rolex, welcher weltweit zu einem geschichtsträchtigen Sammler-Hype avanciert ist: Nach der Umstellung von dem matten Dial zum Blatt mit Weißgold („Gilt Dial“) lief es bei den ersten Zifferblattchargen nicht wie geplant. So bekam die Decklackschicht nach einiger Zeit feine Risse, deren Form an ein Spinnennetz erinnert. Während es Uhrensammler gibt, die diesen Modellen wenig abgewinnen können, sind andere in den speziellen Look des „Spider Web Dials“ ganz und gar verliebt.

Sie finden diese Art der Rolex-Zifferblätter auf Modellen der Submariner (Ref. 16800), Sea-Dweller (Ref. 16660), GMT-Master I und II (Ref. 16750 und 16760) sowie auf der Rolex Explorer mit schwarzem Zifferblatt (Ref. 16550). Da es sich um eine ehemalige Fehlproduktion aus der ersten Charge handelt, sind Rolex-Uhren mit „Spider Web Dial“ bis über beide Ohren verliebt.

Katharina Giffey
Katharina Giffey

Nach ihrem Start bei CHRONEXT ist bei Katharina schnell eine Leidenschaft für die Welt der feinen Zeitmesser entfacht. Besonders interessiert sie sich für die geschichtsträchtigen Zifferblätter verschiedenster Rolex-Modelle sowie deren Entstehungsgeschichte. Ihre Lieblingsuhr ist deswegen keine geringere als die Rolex Datejust mit Linen Dial.

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