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Kampf der Rennsportuhren: Rolex Daytona vs. TAG Heuer Monaco

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Die Rolex Cosmograph Daytona und die TAG Heuer Monaco sind wahre Legenden unter den Rennsportuhren und gehören bei Liebhabern zu den besten Luxusuhren aller Zeiten. Aber welche Sportuhr macht das Rennen? Wir erlauben uns ein Urteil.

Kein Fan von Rennsportuhren kommt an der TAG Heuer Monaco oder der Rolex Cosmograph Daytona vorbei. Die Monaco von 1969 gehörte zu den ersten Automatik-Chronographen der Branche und stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Uhrmacherkunst dar. Das quadratische Gehäuse besitzt nicht nur Wiedererkennungswert, sondern ist bereits ein markanter Bestandteil der Ikone – nicht zuletzt dank ihres Auftritts am Handgelenk der Schauspiellegende Steve McQueen im Film „Le Mans” von 1971. Demgegenüber steht die Daytona aus dem Jahr 1963 im klassischen Rolex-Design, die durch das jährlich stattfindende 24-Stunden-Langstreckenrennen auf dem Daytona International Speedway in Daytona Beach, Florida, berühmt wurde. Heute zählt sie zu den begehrtesten Sammleruhren weltweit.

Aber genug zur Geschichte der beiden Uhren, die den meisten Uhrenfans schon bekannt ist. Was macht diese zwei Rennsportuhren so besonders?

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Rolex Daytona vs. TAG Heuer Monaco: Gehäuse und Zifferblatt im Vergleich

Sowohl die Monaco als auch die Daytona haben einen enormen Wiedererkennungswert dank ihres jeweiligen Designs, das sich mehr als bewährt hat. Bei der (pre-TAG) Heuer Monaco, welche von McQueen getragen wurde, handelt es sich um eine echte Schönheit. In einer Zeit, in der sämtliche Uhren der Branche aus Teilen von nur einer handvoll Lieferanten bestanden, handelte Heuer den exklusiven Zugang zum quadratischen Gehäuse der Monaco für sich aus. Dieser Schachzug ermöglichte den entscheidenden Unterschied: mit seinen abgerundeten Seiten und Ecken fängt das Gehäuse die Essenz des Sixties-Stils ein – für jeden Geschmack zugänglich und doch sehr ungewöhnlich im Vergleich zum Wettbewerb. Das Zifferblattdesign stellt die perfekte Ergänzung dar – vor allem das originale Vintage-Modell mit seinen rechteckigen Stundenzeigern, den quadratischen und symmetrisch angeordneten Hilfszifferblätter und der linksseitigen Krone, die zusammen mit den Chronographen-Drückern ein markantes Dreieck bilden. Alles daran macht diese Uhr zu einer Uhr für Rennfahrer: Von den sportlichen, roten Highlights über das Corfam-Armband bis hin zu den dramatisch-vertikalen Streifen bei vielen Modellen. Die Monaco symbolisiert perfekt das romantische Bild einer Oldtimer-Rennklasse.

Die Daytona-Kollektion ist nicht minder bemerkenswert. Das runde Gehäuse mag zwar gewöhnlicher sein, aber das einzigartige Cosmographen-Design, bei dem der Tachometer auf der Lünette, anstatt auf dem Zifferblatt sitzt, machen diese Uhr in Verbindung mit der auffälligen Farbgebung der Hilfszifferblätter (oder ihrer äußeren Ringe) seit jeher zu einem äußerst gut aussehenden und zugleich zweckmäßigen Zeitmesser. Viele schätzen die Daytona einfach wegen ihres sportlich-edlen Aussehens, dabei ist sie eine echte Toolwatch-Ikone mit einem extrem robusten Oyster-Gehäuse und hilfreichen Anzeigen, die in einem gut lesbaren, leicht verständlichen Design dargestellt werden. Es gibt einige bemerkenswerte Variationen bei den neueren Daytona-Modellen, wie etwa die Version mit Regenbogen-Edelsteinen. Dennoch bleiben alle Uhren der Daytona-Familie ihrem ursprünglichen, beliebten Design treu.

In einem Showdown fängt die Monaco die glorreiche Motorsport-Ära der sechziger Jahre besser ein, während die Daytona die zeitlosere Uhr ist. Beide Modelle sind mehr als stilvoll und außergewöhnlich vielseitig, sodass sie zu fast jeder Gelegenheit getragen werden können.

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Das Uhrwerk der Rennfahreruhren

Eine Uhr schreibt Geschichte: Zusammen mit der Carrera und der Autavia gehört die Monaco zu den ersten Automatik-Chronographen von Heuer, die über Ländergrenzen hinaus Bekanntheit erlangte – dem Kaliber 11 sei Dank. Auch wenn dieses Uhrwerk, welches gemeinsam mit Breitling, Buren und Dubois-Depraz produziert wurde, definitiv seine Schwächen hatte und die ersten Exemplare noch zu schnell liefen, stellt es bis heute eine außergewöhnliche Leistung des Uhrmacherhandwerks dar. Seit ihrer Einführung wurde die Monaco mit einer Reihe von verschiedenen Automatikwerken ausgestattet und in einigen der heutigen Modelle kommt die Tribut-Version des Kalibers 11 oder 12 mit verbesserten Spezifikationen auf Basis von Sellita oder ETA zum Einsatz.

Das Werk der Daytona im Vergleich: In den ersten ca. 25 Jahren der Rolex Daytona wurde das von Valjoux stammende 727 Kaliber verbaut. Als die Quarzkrise einsetzte, erwies sich das Handaufzugskaliber über viele Jahre hinweg als große Belastung für den Absatz des Modells. Das Werk wurde 1988 überholt, als Rolex eine modifizierte Version von Zeniths El Primero einführte – das erste Werk, das mit dem Kaliber 11 konkurrierte. Das neue Uhrwerk bot eine hervorragende Leistung und diente der Daytona über viele Jahre, dennoch war es für Rolex an der Zeit, ein werkseigenes Uhrwerk zu entwickeln. Im Jahr 2000 erschien das herausragende Kaliber 4130, das erste komplett neue Rolex-Werk seit fünfzig Jahren. Mit seinem hochleistungsfähigen, vertikalen Kupplungssystem treibt das 4130 die Daytona seit jeher an und passt perfekt zu ihrem sportlichen Design.

Rolex Daytona vs. TAG Heuer Monaco

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Wer gewinnt?

Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, sich entweder eine TAG Heuer Monaco oder eine Rolex Daytona als Uhr für die Rennstrecke zuzulegen, sei Ihnen gesagt, dass Sie sich nicht falsch entscheiden können. Beide Uhren erfüllen höchste Ansprüche in puncto Ganggenauigkeit und Zuverlässigkeit. Ebenso ist keines der beiden Modelle günstig zu erwerben (sofern man von gebrauchten Modellen absieht), weshalb manche Uhrenfans behaupten, es gäbe bessere Optionen für diese Summen. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass die meisten Daytona-Modelle aus Edelmetallen wie Weißgold oder Platin bestehen und daher schon aufgrund des Materials einen bestimmten Wert haben. Daytona-Modelle in Edelstahl sind nach wie vor sehr schwer zu beschaffen, da die meisten Händler aufgrund der hohen Nachfrage und der geringen Produktionszahlen lange Wartelisten haben. Allerdings kann es nahezu ähnlich schwer sein, eine schöne Vintage-Monaco zu einem guten Preis zu finden – zumal auch die neueren Versionen nicht gerade preiswert sind.

Wer gewinnt nun diesen Kampf der Superlative? Wir lieben den Stil und die Historie der Monaco – die Art und Weise, wie sie eine Ära sowohl in der Uhrenindustrie als auch im Rennsport perfekt widerspiegelt, ist schlicht einmalig. Aber letzten Endes ist sie die Extrasumme gegenüber gleichwertigen Modellen wie der Carrera und der Autavia nicht zwangsläufig wert. Verglichen mit der Daytona mag die Monaco zwar preiswert erscheinen, die verbauten Materialien, Funktionen und nicht zuletzt der Markenname der Rolex Daytona rechtfertigen jedoch den höheren Preis. Und auch die Daytona blickt auf eine legendäre Geschichte zurück: Nicht ohne Grund ist die Paul Newman Daytona die bisher teuerste Uhr der Welt und wird als heiliger Gral der Uhrensammler bezeichnet. Der Sieger steht daher fest: Die Rolex Daytona bleibt nicht nur bei den meisten Uhrenfans, sondern auch bei uns die beliebteste aller Rennsportuhren, dem zeitlosen Design und ihrem enormen Werterhalt sei Dank.

John Wallis
John Wallis

Living and working in London, John has been writing about watches since graduating university. He got his start at SalonQP, London's finest watch show, where he was inspired by the breadth and creativity of the modern industry. His fascination with mechanical horology has only grown from there.

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