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Arnold & Son: Meister der Haute Horlogerie

Eine Schweizer Manufaktur mit britischem Erbe und dem traditionsreichen Wissen der Haute Horlogerie: Arnold & Son ist Uhrmacherkunst auf höchstem Niveau. Mit einer Stückzahl von nur 600 Luxusuhren pro Jahr gehört die Marke zu den exklusivsten Manufakturen der Branche. Entdecken Sie die Meisterstücke bei CHRONEXT!

Arnold & Son etablierte sich vor etwa 10 Jahren im umfangreichen Schweizer Uhrenmarkt, doch die Historie des Unternehmens reicht einige Jahrhunderte zurück bis ins Jahr 1787, als der Brite John Arnold die erste Luxusuhr der Marke entwarf.

Goldenes Zeitalter

Neben dem legendären und äußerst einflussreichen Pariser Uhrmacher Abraham-Louis Breguet gehört John Arnold ebenso zu den Pionieren der damaligen Uhrmacherkunst: Beide waren Freunde und Kollegen, Breguet schrieb Arnold die Idee für seine berühmteste Kreation, dem Tourbillon, zu. Arnold war seiner Zeit für die Perfektionierung des Marine-Chronometers bekannt – einem unverzichtbaren Instrument für die Navigation im Zeitalter der Entdeckungsreisen, die die modernste und präziseste Zeitmessung erforderte. Viele der Errungenschaften Arnolds wurden jahrhundertelang verwendet und finden sich teilweise noch heute in modernen Uhren wieder.

Neuer Glanz

Ende der 90er Jahren wurde das Erbe des bekannten Uhrmachers in eine neue Ära überführt: Schweizer Investoren kauften die Rechte am Namen „Arnold”, das Unternehmen Arnold & Son wurde offiziell gegründet. 2010 übernahm der Uhrenhersteller La Joux-Perret den Hersteller, welcher wiederum 2012 von der japanischen Marke Citizen aufgekauft wurde. Das Zusammenspiel aus Schweizer Management, japanischer Liquidität, britischem Erbe und Uhrmacherkunst auf höchstem Niveau wurde zum Erfolgsrezept der Marke Arnold & Son.

Ähnlich wie John Arnolds Errungenschaft aus vergangenen Zeiten, ist die Manufaktur heute dafür bekannt, hervorragende mechanisch-orientierte Uhren zu kreieren, die das Beste aus High-Tech, prestigeträchtigen Komplikationen sowie ästhetischer Schönheit vereinen. Die Arnold & Son-Kollektionen „Royal“ und „Instrument“ umfassen eine Vielzahl von Stilen und Anwendungen, darunter viele einzigartige und wirklich innovative Designs. Deren technische Eigenschaften gehören zu den beeindruckendsten dieser Branche und von so manchen Komplikationen können die meisten anderen Marken nur träumen. Zudem ist ein Großteil der Kaliber, genauer gesagt neunzehn von dreiundzwanzig, völlig exklusiv.

Die bekanntesten Uhren

Arnold & Son hat mit vielen Kreationen Aufsehen erregt, aber zu den wohl bekanntesten gehören die Modelle „True Beat” und „Double Tourbillon Escapement”. Beim True Beat, so bezeichnet die Marke das, was sonst eher als „Dead Beat“ geläufig ist, handelt es sich um eine Komplikation, die den Sekundenzeiger in Sekundenintervallen ticken lässt, anstatt sich wie die meisten mechanischen Uhren in einem konstanten Schwung zu bewegen. Dieser Mechanismus sorgt für genauere Messwerte und nimmt historischen Bezug zu den maritimen Zeitmessern, die John Arnold berühmt werden ließen. Die Arnold & Son „True Beat” gibt es auch in Kombination mit anderen komplexen Komplikationen wie einem Chronographen mit regelmäßigen Sekundenschwenks (CTB) und einer retrograden Datumsanzeige (TBR). Diese technischen Leistungen verdeutlichen die Fortschrittlichkeit der von Arnold & Son eingesetzten Herstellungsmethoden.

Die Double Tourbillon Escapement (DTE) ist ein weiteres Meisterwerk aus dem Hause der Manufaktur. Das Modell besteht nicht wie sonst üblich aus einem Tourbillon, sondern gleich aus zweien, sodass der Träger die Zeit in zwei verschiedene Zonen einstellen kann – einschließlich Zonen, die ein Viertel oder eine halbe Stunde von der GMT entfernt sind. Auch ohne Tourbillon ist die Verarbeitung von zwei verschiedenen Getrieben und sogar Federhäusern besonders schwierig und selten. Arnold & Son gelingt der Einsatz dieser hochkomplexen Technik sogar in mehreren Modellen: Dazu gehören die BDG (eine weitere Dualzeit-Uhr) und die DBS, die erstaunlicherweise sowohl die Normalzeit als auch die Sternzeit nebeneinander anzeigt. Die siderische Zeit ist eher mit den Sternen als mit der Sonne synchronisiert und weist wieder Verbindungen zur Schifffahrt auf.

Andere Klassiker von Arnold & Son

Nicht jede Uhr im Sortiment von Arnold & Son ist mit solch außergewöhnlichen Finessen ausgestattet – dennoch zeigt die Marke auch in vielen anderen Modellen, dass sie ein Meister der Haute Horlogerie ist. Einige der Uhren sind bekannt für ihre besonders ausgefeilte Skelettierung, die es dem Träger ermöglicht, die ganze Tiefe der mechanischen Komplexität hinter dem Zifferblatt zu erahnen. In anderen Modellen kommen exotische Materialien wie Meteoritengestein oder Rotguss zum Einsatz. Wieder andere beinhalten außergewöhnliche künstlerische Fähigkeiten. Zu den Werken von Métier d’Arts gehören Uhren, die der britischen Geschichte gewidmet sind und raffinierte Porträts, Stiche von Schiffsflotten oder faszinierende, von der Zeit inspirierte Muster zeigen. In vielen Modellen finden sich Hinweise auf das Leben von John Arnold und die Zeit in der er lebte, sowohl sein Werk für den Hof von König Georg III. (Königliche Sammlung) als auch seine Eroberung des maritimen Chronometers (Instrumenten-Sammlung) sind hier zu nennen.

Bei einer Vielzahl von Arnold & Son-Uhren wird das mechanische Innenleben der Komponenten auf dem Zifferblatt sichtbar. Auch wenn diese Modelle nicht vollständig skelettiert sind, so bestechen sie oft durch außergewöhnliche Symmetrien und Dynamik der beweglichen Teile. Im Gegensatz dazu gibt es auch einige konventionell gehaltene Chronographen, die zwar schlicht aber dank ihrer traditionellen Formen von großer Ästhetik sind.

Abschließende Überlegungen

Unter den kleinen Uhrenmanufakturen ist Arnold & Son zweifellos eine Klasse für sich. Uhrenliebhaber und Kenner der Branche sind sich einig, dass die Marke eine der wichtigsten Prestige-Uhrenmanufakturen der heutigen Zeit ist: Die Modelle sind einzigartig in ihrer Raffinesse und State of the Art in der feinen Uhrmacherkunst.

John Wallis
John Wallis

Living and working in London, John has been writing about watches since graduating university. He got his start at SalonQP, London's finest watch show, where he was inspired by the breadth and creativity of the modern industry. His fascination with mechanical horology has only grown from there.

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