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Kennen Sie die Uhrentrends 2019?

Haben Sie auch schon einmal bei einem Modetrend daneben gegriffen? Schulterpolster, Plateauabsätze oder Schlaghose – manches verschwindet (zum Glück!) im Modehimmel und manches bleibt uns als Design Klassiker erhalten. Bei Luxusuhren ist es ähnlich, wobei hier die Designklassiker häufig Vorbild für neue Trends sind.

Wir haben das erste Halbjahr 2019 Revue passieren lassen und die fünf wichtigsten Uhrentrends im Luxussegment herausgefiltert. Wie auch in der Mode gibt es einige Überraschungen, aber auch Trends, die einfach nicht mehr wegzudenken sind und sich fest etablieren. Erfahren Sie mehr!

Kleinere Größen auf dem Vormarsch

Die Nachfrage für Uhren von mittlerem bis kleinerem Durchmesser ist so groß wie nie – Und der Grund ist relativ einfach. Eine Rolex Day Date 36 steht sowohl Damen als auch Herren. Rolex setzt auf die Erfolgskollektion und präsentierte auf der Baselworld 2019 Modelle mit neu gestalteten Zifferblättern. Auch die 2019er Newcomer der Oyster Perpetual Datejust 36 und der Oyster Perpetual Datejust 31 in Rolesor gelb, weiß oder Everose bekamen alle ein neues Zifferblatt. Das Schweizer Traditionsunternehmen bedient somit verstärkt Geschmäcker, die es ein wenig dezenter mögen.

Khaki kommt

Was vor ein paar Jahren noch als absolute Farbneuheit am Handgelenk und äußerst ungewöhnlich galt, ist seit letztem Jahr ein Must-Have in jeder Uhrenkollektion geworden: Khaki! An dieser Farbe kommt niemand mehr vorbei. Patek Philippe hat dieses Jahr auf der Baselworld seine Sportuhr Aquanaut in einer begehrten Khakiversion vorgestellt. Die Trendfarbe ist mittlerweile so verbreitet, dass sie an Kautschukbändern, Natostraps oder Zifferblättern nicht mehr wegzudenken ist. Dass Farbe ein großes Thema ist, sieht man auch bei anderen Herstellern, wie z. B. Zenith. Die Pilot Type 20 Adventure zeigt beeindruckend, wie das klassische Design einer Fliegeruhr mit einer Kombination aus Bronze, Camouflage und Khaki zu einer Uhr im Militärlook wird, die mit Sicherheit ein Statement am Handgelenk ihres Trägers setzt.

Aber nicht nur Khaki ist auf dem Vormarsch: Wir beobachten insbesondere während der Sommermonate die steigende Nachfrage nach Farbakzenten am Handgelenk, nicht selten anhand farbiger Lederbänder.

Nachhaltigkeit

Das Thema der Stunde – denn nichts scheint im Moment aktueller zu sein, als die Frage, wie wir unser Klima schützen und für die kommenden Generationen am Leben erhalten. Wie man sich für Nachhaltigkeit einsetzt und sich für Umweltschutz engagiert, ist seit diesem Jahr nicht nur Marketinginhalt vieler Unternehmen geworden, sondern auch eine Prinzipienfrage beim Kauf.

Ob ökologischer Fußabdruck bei der Produktion, faire und ethisch vertretbare Herstellungsbedingungen oder die Herkunft der Edelmetalle – all das wird in Zukunft eine noch größere Rolle beim Kauf einer Luxusuhr eine Rolle spielen. Wer beabsichtigt sich eine Uhr aus dem hochwertigen Segment anzuschaffen und sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, kann sich am Responsible Jewellery Council (RJC) orientieren. Seit 2005 gibt es Standards für die Lieferkette von Juwelierwaren. Viele Uhrenhersteller haben sich in den letzten Jahren dafür zertifiziert: IWC, Cartier oder A. Lange & Söhne sind nur einige Beispiele für Firmen, die sich verpflichten den „Codes of Practices“ dieser Institution zu entsprechen. Noch weiter geht Chopard, die mittlerweile Vorreiter für die Gewinnung von „ethischem Gold“ geworden sind. Auch Oris setzt sich für den Schutz der Weltmeere ein.

Eine gute Nachricht für alle Uhrenliebhaber: Ein Aspekt, der oft nicht berücksichtigt wird, ist, dass selbst der Kauf von Modellen aus zweiter Hand eine Form von Nachhaltigkeit ist! Ein kleiner, aber wichtiger Schritt, um den Lebenszyklus einer Uhr zu verlängern und selbst mehrere Vorteile zu genießen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Bild: Chopard

Sportliches Retro Design bleibt

Viele Luxusmarken trifft das gleiche Schicksal: Aus einer Vielzahl an Modellen laufen doch immer „nur“ die gleichen Modelle dauerhaft gut. Warum sich also immerzu neu erfinden, wenn es mit Neuauflagen von Design Klassikern auch geht? Was uns 2019 besonders auffällt, ist die Auferstehung von Uhren im Retrodesign. Bei Tag Heuer setzt man auf die legendäre Modellreihe Autavia und zeigt dabei viele Farbvarianten, u.a. Zifferblätter mit Farbverlauf. Bei Rolex modifiziert man die GMT-Master II mit blau-schwarzer Lünette. Die Nachfrage nach Uhren im Retro Look bleibt also nach wie vor hoch und zeigt, dass es sich auf jeden Fall lohnt auf diesen ungebrochenen Trend zu setzen. Gerade was den Wiederverkaufswert eines Design Klassikers betrifft, ist man gut beraten auf Klasse statt Masse zu setzen.

Der neue Minimalismus

Nicht zuletzt das diesjährige 125jährige Bauhaus Jubiläum ist „Schuld“ an dem Trend zum reduzierten Design. Minimalismus, Form und Funktion stehen dabei bei Nomos an erster Stelle. Zeitlos und stilvoll sind die Uhren aus Glashütte und verzichten in den 2019er Modellen von Tangente, Ludwig oder Orion sogar auf den Sekundenzeiger. Panerai zeigt mit der Radiomir Kollektion Uhren, die zwar durch ihre imposante Größe auffallen, jedoch vom Design her minimalistisch und mit klarer Formensprache und Linienführung ausgestattet sind. Wir sind uns sicher, dass das neue „Weniger ist Mehr“ auch weiterhin angesagt bleiben wird.

Die Uhrentrends 2019 sind sowohl sehr vielfältig, als auch beständig! Retro ist ein Dauerbrenner, viele Uhrenhersteller werden immer modelastiger und das Thema Nachhaltigkeit wird uns in der nächsten Zeit noch intensiver begleiten, als bisher. Es bleibt spannend, was der Uhrenmarkt weiter für uns zu bieten hat.

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