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Die neue Omega Speedmaster Moonwatch 2021 im Detail

Die neue Omega Speedmaster Moonwatch 2021 im Detail

Nils Rau

Bereits kurz nach Anbruch des neuen Jahres hat Omega am 5. Januar 2021 mit der jüngsten Generation der Speedmaster Moonwatch Professional eines der diesjährigen Highlights präsentiert. Dank des Kalibers 3861 verfügt die neue Moonwatch erstmals über eine Co-Axial-Hemmung. Zudem hat Omega bei der Moonwatch 2021 einige kleinere und größere Design-Änderungen vorgenommen. Bei uns erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.

Mit der neuen Moonwatch kommt das lang ersehnte Update

Die Gerüchteküche um den Launch der neuen Moonwatch brodelte bereits seit rund einem Jahr. Während sich die Liefersituation der bisherigen Monduhr nach und nach anspannte und im Dezember 2020 geleakte Fotos der neuen Moonwatch im Netz kursierten, steht nun fest, dass die Bieler Manufaktur mit der neuen Speedmaster Moonwatch Professional eine weitere gelungene Stufe auf der Evolutionsleiter erklommen hat.

Wie bisher wird die Moonwatch als Hesalit-Variante mit geschlossenem Gehäuseboden sowie als Saphirglas-Version mit Sichtboden erhältlich sein – wahlweise mit Edelstahl- oder Nylonband. Dazu kommen Moonwatch-Modelle in 18-karätigem Sedna-Gold (Roségold) sowie in 18-karätigem Canopus-Gold (Weißgold), die entweder mit einem Edelmetall- oder einem Lederarmband verfügbar sein werden.

Die neue Speedy | Quelle: www.omegawatches.com
Die neue Speedy | Quelle: www.omegawatches.com

Vintage-Allüren mit Step Dial, „dot over 90“ Lünette und altbekanntem Band

Mit der Moonwatch 2021 greift Omega Designmerkmale vergangener Speedmaster-Referenzen wieder auf: Am auffälligsten ist das neue Armband, das an das zwischen 1989 und 1996 produzierte Armband der Ref. 1479 angelehnt ist und sich von 20 auf 15 Millimeter verjüngt. Das Unternehmen hat der Schließe einen neuartigen Streifenlook mit sechs Längsrillen spendiert; das eingearbeitete Omega-Logo ist an die Armbänder der 1960er und 1970er-Jahre angelehnt.

Die Lünette der neuen Moonwatch trägt nun wieder einen „dot over 90“, der bereits in den 1960er-Jahren zum Einsatz kam: Der Punkt, der die 90 auf der Tachymeter-Skala markiert, befindet sich nun über der 90 und nicht mehr wie zuvor rechts daneben. Auch der zentrale Chronographenzeiger wurde leicht überarbeitet und an frühere Varianten angelehnt.

Auf dem Zifferblatt lassen sich gleich mehrere Neuerungen erkennen: Zum einen feiert das Step Dial mit der Moonwatch 2021 sein Revival, das über eine dezente Abstufung im Bereich des inneren Endes der Indizes verfügt. Das erste Step Dial wurde im 1964 verbaut. Zudem sind der „Speedmaster“- und der „Professional“-Schriftzug gleich breit.

Mit den neuen Hesalit- und Saphirglasreferenzen 310.32.42.50.01.001 und 310.32.42.50.01.002 führt Omega erstmals Unterscheidungsmerkmale im Design ein: Während die Hesalit-Referenz über ein nach wie vor aufgedrucktes Logo sowie ein vollständig mattiertes Armband verfügt, besitzt die Saphir-Referenz ein appliziertes Logo und polierte Zwischenelemente.

Kaliber 3861 mit Co-Axial-Hemmung und Handaufzug

Mit dem Kaliber 3861 hält die exklusiv von Omega verwendete Co-Axial-Hemmung zum ersten Mal in der klassischen Moonwatch Einzug. Dabei wurde auf den sonst üblichen Co-Axial-Schriftzug auf dem Zifferblatt zugunsten des klassischen Erscheinungsbildes verzichtet. Die Co-Axial-Hemmung wurde von George Daniels entwickelt und kommt seit 1999 in Omega-Modellen (bisher mit Ausnahme der klassischen Speedmaster) zum Einsatz. Die Hemmung sorgt dafür, dass die Reibung zwischen den Ankerrädern verringert wird, wodurch das Uhrwerk wartungsärmer wird.

Neben der Co-Axial-Hemmung verfügt das Kaliber 3861 über alle uhrmacherischen Errungenschaften der letzten Jahre: Die Moonwatch 2021 ist nun als Master Chronometer zertifiziert und hält die geforderte Ganggenauigkeit von +0/+5 Sekunden pro Tag als auch die Magnetfeldresistenz von bis zu 15.000 Gauss ein – letztere dank der verwendeten Si14-Unruh-Spiralfeder aus Silizium. Die Gangreserve des Kalibers 3861 beträgt mit 50 Stunden zwei Stunden mehr, als es bei den Vorgänger-Kalibern 1861 und 1863 der Fall war. Eine weitere Neuerung ist der nun eingeführte Sekundenstopp, der eine sekundengenaue Einstellung der Uhrzeit ermöglicht.

Last but not least handelt es sich bei dem Kaliber 3861 nach wie vor um ein Handaufzugskaliber. Damit behält die Moonwatch neben dem Hesalitglas eines ihrer wichtigsten und traditionellsten Charakteristika bei.

Omega Kaliber 3861 | Quelle: www.omegawatches.com
Omega Kaliber 3861 | Quelle: www.omegawatches.com

„Flight-qualified by NASA in 1965“: Ein kleines, aber feines Detail?

Während die vorigen Moonwatches auf dem Caseback den Schriftzug „Flight-qualified by NASA for all manned space missions“ tragen, hat Omega die neue Speedmaster mit dem Zusatz „in 1965“ versehen. Was zunächst so klingt, als hätte Omega für das neue Kaliber keine NASA-Zertifizierung erhalten, stellt sich bei genauerer Betrachtung um eine historische Präzision heraus: Zertifiziert wurden nämlich lediglich das Kaliber 321 im Jahr 1965 und das Kaliber 861 im Jahr 1978 – um den Weg für Space-Shuttle-Flüge zu ebnen. Das seit 1996 verwendete Kaliber 1861 / 1863 hat hingegen nie eine NASA-Zertifizierung erhalten. Gleichwohl hat Omega dieses Uhrwerk als auch das neue Kaliber 3861 nach den Vorgaben der NASA geprüft und getestet.

Flaggschiff-Modelle in Weiß- und Roségold

Während Vollgold bei der Speedmaster-Kollektion streng limitierten Sondereditionen vorbehalten war, lanciert Omega mit der Speedmaster 2021 gleich zwei Edelmetall-Moonwatches: Während die roségoldene Sedna-Gold-Variante über ein schwarzes Zifferblatt, eine schwarze Lünette und über farblich zum Goldton passende Indizes und Zifferblattbeschriftungen verfügt, hat Omega in der weißgoldenen Canopus-Gold-Moonwatch eine schwarze Lünette und ein silbernes Zifferblatt mit Sonnenschliff verbaut. Beide Modelle werden mit einem passenden Goldarmband im Look der alten Ref. 1479 geliefert.

Fazit: Bessere Technik, klassischerer Look

Was sich auf den ersten Blick vermuten ließ, hat sich bei genauerem Hinsehen bestätigt: Die neue Omega Speedmaster Moonwatch Professional ist ein großer Wurf. Der Manufaktur ist es gelungen, ihre Traditionsuhr fit für die Zukunft zu machen, ohne die bedeutsame Geschichte der Monduhr außer Acht zu lassen oder mit einem Re-Design Branchentrends in eine zeitlose Uhr einfließen zu lassen.

In technischer Hinsicht vereint die Moonwatch 2021 den aktuellen Stand der Uhrmacherkunst mit der Tradition der Speedmaster: Das Kaliber verfügt über alle aktuellen Errungenschaften, lässt sich aber nach wie vor nur per Hand aufziehen. Zudem verzichtet die Uhr auf den sonst üblichen Co-Axial-Schriftzug auf dem Zifferblatt. Und vor dem Hintergrund, dass schon das Kaliber 1861 keine NASA-Zertifizierung erhalten hat, dürfte es sich auch für horologische Dogmatiker recht ungeniert mit dem neuen Kaliber leben lassen.

Was das Design anbelangt, greift Omega mit der neuen Speedmaster die Gestaltung der Ref. ST 105.012 auf. Dennoch ist die jüngste Referenz keine Heritage-Uhr, denn dafür befinden sie die Moonwatches schon immer viel zu nah an den Ur-Referenzen. Vielmehr besinnt sich neue Moonwatch mit wohlbedachten Details auf ihren gestalterischen Ursprung, dessen Pfad das Modell in mehr als 60 Jahren nicht verlassen hat. Well done, Omega – gelungener könnte ein Facelift kaum sein.

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