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Die 10 Uhrenmodelle, die jeder Uhrenenthusiast kennen muss

Die 10 Uhrenmodelle, die jeder Uhrenenthusiast kennen muss

Nour Abraham

Es gibt Uhren – und es gibt Uhrenikonen. Genau diese sind das Thema dieses Artikels. Sei es aufgrund des technischen Durchbruchs, des zeitlosen Designs oder der faszinierenden Entstehungsgeschichte – diese zehn Uhren genießen Kultstatus in der Uhrenwelt. Erfahren Sie jetzt mehr.

1. Cartier Santos

Es gab eine Zeit, da konnte sich keiner vorstellen, dass wir eines Tages Uhren am Handgelenk tragen würden. Die ersten Armbanduhren entstehen im 19. Jahrhundert in Form eines Damenschmucks, welcher zusätzlich auch die Zeit anzeigen kann. Mit den ersten Fluggeräten steigt auch unter den Herren die Nachfrage nach einer Uhr, bei der man mit einem Blick die Zeit ablesen kann. So wendet sich der französische „Vater der Luftfahrt“, Albert Santos-Dumont, an seinen Freund Louis-François Cartier und schildert dem Erben der Schmuckdynastie sein Anliegen. Daraufhin kreiert Cartier eine der ersten Flieger- und Armbanduhren für Männer, welche bald auch dem breiten Publikum angeboten wird. Die Santos lässt sich bis heute im Katalog von Cartier finden und ist somit das älteste Modell in unserer Liste.

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2. Jaeger-LeCoultre Reverso

Die Wünsche der Kunden hören und erfüllen – dieser Philosophie ist Jaeger-leCoultre seit über 150 Jahren treu. So entsteht auch 1931 das wahrscheinlich berühmteste Modell der Manufaktur: die Reverso. Die erfinderischen Uhrmacher Edmond Jaeger und Jacques-David leCoultre erkennen ein Problem, das viele Sportliebhaber bekümmert. Da die Gläser der Armbanduhren der Epoche nicht besonders robust sind, werden sie regelmäßig gebrochen. So bleiben nach einem Polospiel oftmals mehrere Gläser auf dem Rasen liegen. Dieses Problem löst das Uhrmacherpaar mit einem Design, welches sich bis heute als erfolgreich erweist: Mithilfe eines wendbaren Mittelstücks wird das Uhrglas in gefährlichen Situationen durch den Gehäuserücken geschützt. Die Reverso ist bis heute noch immer im kennzeichnenden Art-Déco-Stil gehalten und gilt als Flaggschiffmodell von Jaeger-leCoultre.

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3. IWC Fliegeruhr

An eine Fliegeruhr werden ganz andere Ansprüche gestellt, als an eine gewöhnliche Armbanduhr: Kriegspiloten benötigen einen Zeitmesser mit wasserdichtem Gehäuse, guter Ablesbarkeit, hoher Robustheit sowie ausreichender Schock- und Magnetresistenz. Diesen Wünschen geht IWC schon seit über 80 Jahren nach, denn bereits in den 1930er Jahren stattet der Schaffhausener Hersteller die britische Luftwaffe mit zuverlässigen Zeitmessern aus. Diese frühen Modelle werden von den Sammlern als „Mark X“ bezeichnet, während der 1948 lancierte Nachfolger den Namen Mark XI erhält. Das spätere Modell verfügt über das zukunftsweisende, magnetresistente Innengehäuse aus Weicheisen und wird über mehrere Jahrzehnte von den Piloten der Royal Navy genutzt – wodurch die Mark XI zu den berühmtesten Militäruhren aller Zeiten avanciert. Heute zollen die Modelle der Fliegeruhren-Familie ihrem militärischen Ursprung Tribut.

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4. Patek Philippe Perpetual Calendar Chronograph

Die Uhren von Patek Philippe nehmen einen Sonderstatus in der feinen Uhrmacherkunst ein – und die Komplikationsuhren mit der Kombination aus einem Ewigen Kalender und einem Chronographen werden von vielen Sammlern als der Heilige Gral gesehen. Der erste Zeitmesser dieser Art erblickt 1941 unter der Referenz 1518 das Licht der Welt und es werden in den nächsten zehn Jahren nicht mehr als 300 Stück gefertigt. Heute gehört die Patek Philippe Ref. 1518 sowie ihre ebenfalls limitierte Nachfolger-Referenz 2499 zu den teuersten Armbanduhren der Welt, die beinah jedes Jahr einen neuen Rekordpreis in Millionenhöhe erzielen. Der komplizierte Mechanismus, das vollendete Erscheinungsbild sowie die spektakulären Preise machen die Uhren dieser Serie zu Zeitmessern, auf die wir in dieser Liste nicht verzichten können.

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5. Rolex Datejust

„Nur das Datum“ – die auf das Wesentliche reduzierte Datejust gilt für viele als die perfekte Uhr. Das 36 Millimeter große Modell besticht mit einem sportlich-eleganten Design, welches sich über mehrere Jahrzehnte hinweg durchsetzen konnte. 1945 wurde die Uhr unter der Leitung des legendären Rolex-Gründers Hans Wilsdorf der Öffentlichkeit präsentiert – somit gilt die Datejust als eines der ältesten Modelle des Hauses. 1955 erhielt die Datejust eine tropfenförmige Vergößerungslupe über dem Datum; seitdem gilt die sogenannte Zykloplupe als ein Markenzeichen der Rolex-Uhren. Im Laufe seiner Geschichte fand der luxuriöse Zeitmesser seinen Weg an die Handgelenke zahlreicher Weltpersönlichkeiten: Winston Churchill, Dwight D. Eisenhower und Martin Luther King trugen im Öffentlichen wie im Privaten eine Datejust. Kaum eine andere Uhr kann sich solch prominenter Träger rühmen.

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6. Breitling Navitimer

Eine Pilotenuhr mit Kultstatus: Die Breitling Navitimer stammt aus dem goldenen Zeitalter der Luftfahrt. Als der Zeitmesser 1952 vorgestellt wird, müssen professionelle Piloten noch viele für den Flug notwendige Kalkulationen selber durchführen. Genau hier sollte die Navitimer Hilfe leisten: Mit dem am Rande des Zifferblatts platzierten Rechenschieber konnten Piloten durch ein simples Drehen der Lünette Durchschnittsgeschwindigkeiten, Steig- oder Sinkflugraten und andere wichtige Kennzahlen schnell ermitteln. Zusätzlich garantiert das große, schwarz-weiße Zifferblatt optimale Ablesbarkeit. Über Jahrzehnte hinweg wird am Design der Uhr recht wenig verändert und heute gilt die Navitimer als ein Liebling von Profi- und Hobbypiloten und eine der berühmtesten Fliegeruhren schlechthin.

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7. Rolex Submariner

Der Archetyp der Taucheruhr – so nennt Rolex gerne das Sternmodell des Hauses. Einer solch definitiven Aussage würden wir zwar nicht ohne Weiteres zustimmen, aber eines muss man zugeben: Die Submariner gehört zu den Klassikern der Uhrenwelt. Ob Vintage oder neu – diese Uhr wird begehrt, gesucht, kopiert und geliebt. Ihr Renommee verdankt die Submariner nicht nur dem stilvollen Design, der zuverlässigen Technik und der Robustheit, sondern auch der klugen Unternehmensstrategie von Rolex. Seine Modelle verändert der Schweizer Uhrenhersteller nur ungern und das führt dazu, dass die Submariner seit ihrer Erstvorstellung 1953 im Großen und Ganzen unverändert bleibt. Natürlich verfügt sie heute über ein modernes Uhrwerk, ein kratzfestes Saphirglas und eine robuste Cerachrom-Lünette. Doch eigentlich ist sie noch immer die gute, alte Sub – wie die, die Sean Connery 1962 in “Dr. No” trug und die, die wir über Jahrzehnte so lieb gewonnen haben.

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8. Omega Speedmaster

Die Omega Speedmaster, oder "Moonwatch" und "Speedy", wurde vor über einem halben Jahrhundert auf den Markt gebracht und ist eine der berühmtesten Zeitmesser der Welt. Ursprünglich als professionelles Instrument für die Rennstrecke entwickelt, wurde die Speedmaster schliesslich von der NASA ausgiebig getestet und zur offiziellen Uhr der Weltraumbehörde ernannt. Die Speedmaster war nicht nur der erste Zeitmesser, der auf dem Mond getragen wurde, sie rettete auch das Leben der NASA-Astronauten während der Apollo-13-Mission 1970. Seither wurden keine grundlegenden Änderungen an der Ästhetik der Luxusuhr vorgenommen, wenngleich sie mit neueren Uhrwerken ausgestattet wurde.

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9. Zenith El Primero

Der Erste am Ziel: Die im Januar 1969 präsentierte Zenith El Primero gilt als der erste Automatikchronograph in der Geschichte der Uhrmacherei. Manche Fachkenner würden prompt argumentieren, dass das Werk damals noch nicht in Serie produziert wurde und eigentlich das Chronomatic-Kaliber aus der Kooperation von Breitling, Heuer und zwei anderen Herstellern den Siegertitel in diesem Rennen verdient. Diese Diskussion lassen wir aber außen vor, denn El Primero bleibt bis heute ein herausragendes Uhrwerk und fasziniert uns mit seiner Hochleistung von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde. Dieses Uhrwerk ist so großartig, dass sogar viele anderen Hersteller El Primero in ihren Uhren verbauten, so z.B. Rolex bei der Daytona. Der nach dem Kaliber benannte Zeitmesser gilt als das Flaggschiffmodell von Zenith und verdient einen Platz auf unserer Liste.

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10. Audemars Piguet Royal Oak

Die Quarzkrise der 1970er Jahre stellt die Uhrenindustrie vor Herausforderungen, die nur wenige Hersteller mit Bravour meistern können. Ein Vorzeigebeispiel für innovative Krisenstrategie liefert Audemars Piguet. Die Schweizer Manufaktur – die bis heute unabhängig geblieben ist – erkennt rechtzeitig die steigende Nachfrage nach sportlichen Uhrmodellen. Anstatt an althergebrachten Formen festzuhalten, lädt sie den jungen Uhrendesigner Gérald Genta ein, um eine Luxusuhr der neuen Generation zu kreieren. Inspiriert von Taucherhelmen, erschafft Genta eine Stahluhr, deren Lünette über sechs sichtbare Schrauben verfügt. Die 1972 präsentierte Royal Oak sorgt für einen Aufschrei: Sie ist die erste Sportuhr der Haute Horlogerie und wirkt im Vergleich zu den klassischen Golduhren rebellisch. Doch der langfristige Erfolg belohnt den Wagemut – die Royal Oak begründet eine neue Gattung von Uhren und gehört heute zu den ikonischen Designs der Uhrmacherkunst.

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