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So geht’s richtig: 10 Tipps zur Uhrenpflege

Frau mit Poliertuch bei der Uhrenpflege

Uhren sind kostbar – und das in jeder Hinsicht. Damit Sie ein Leben lang Freude an Ihrem Zeitmesser haben, finden Sie hier die wichtigsten DO’s und DONT’s zur Uhrenpflege.

Ob auf der Piste, in der Luft oder im Wasser – Uhren machen so einiges mit. Damit Ihr täglicher Begleiter funktionstüchtig bleibt und Umwelteinflüssen standhält, gibt es einige Tipps zur Uhrenpflege zu beachten. Auch der Gang zum Uhrmacher sollte nicht zu kurz kommen, um die erstklassige Qualität Ihrer Mechanikuhr aufrecht zu erhalten. Bei uns erfahren Sie alles über das 1×1 der Uhrenpflege.

Tipp 1: Limit der Wasserdichtigkeit kennen

In unsere CHRONEXT-Werkstatt werden immer wieder Uhren mit einem wasserbeschädigten Werk eingeschickt. Doch streng genommen, ist keine Uhr zu 100 Prozent vor Wasser geschützt. Selbst die Rolex Sea-Dweller würde in den Tiefen der Ozeane dem Wasserdruck nachgeben. Daher ist es wichtig, dass Sie die Limits Ihrer Uhr kennen und sich einen Fakt zum Thema Wasserdichtigkeit ins Bewusstsein rufen: Hersteller geben den theoretischen Druck der Wassertiefe an, dem eine Uhr standhalten kann. In der Praxis ist der Wasserdruck allerdings nicht konstant. Durch Armbewegungen beim Schwimmen oder durch Sprünge ins Wasser kann beispielsweise ein Druck von über fünf Bar entstehen, weswegen sich eine bis 50 Meter wasserdichte Uhr nicht zum Schwimmen eignet.

Damit Sie lange Freude an Ihrem Zeitmesser haben, beachten Sie bitte folgende Faustregeln:

Hände waschen, Spritzwasser – bei wasserdichten Uhren bis zu 3 Bar

Baden, duschen – bei wasserdichten Uhren bis zu 5 Bar

Schwimmen, schnorcheln – bei wasserdichten Uhren bis zu 10 Bar

Tauchen – bei wasserdichten Uhren bis zu 30 Bar

Erfahrene Uhrenkenner wissen es schon: Die Wasserdichtigkeit Ihrer Uhr ist keine bleibende Eigenschaft, sondern ein Zustand, der bei der Prüfung festgestellt wurde. Mit der Zeit werden Dichtungen durch Parfüm oder Lösungsmittel beschädigt, sodass Ihre Uhr an Wasserdichtigkeit verliert. Um dem entgegenzuwirken, empfehlen wir Ihnen eine Wartung im Zweijahrestakt. Ob beim Duschen, im Schwimmbad oder im Salzwasser – Sobald Ihre Uhr häufiger mit Wasser in Berührung kommt, sollten Sie diese jährlich überprüfen lassen.

Tipp 2: Regelmäßig zum Uhrmacher gehen

Bei regelmäßigem Wasserkontakt sollten Sie Ihre Uhr jährlich zum Uhrmacher bringen. Doch auch bei einer „normalen” Nutzung legen wir Ihnen nahe, alle Funktionen in einem Zweijahresrhythmus kontrollieren zu lassen.

Verharzte oder verdunstete Öle, beschädigte Dichtungen und Abrieb – Damit Ihre Uhr weiterhin in der Qualität tickt, in der Sie sie erhalten haben, sollten Sie Ihre Uhr alle drei bis fünf Jahre einer Inspektion unterziehen.

Um Staub und Schmutz vom Inneren der Uhr fernzuhalten, ist eine umfangreiche Revision erst dann notwendig, wenn die Uhr deutliche Abweichungen aufweist. Dies ist in der Regel nach sieben bis zehn Jahren der Fall.

Tipp 3: Verschleißteile austauschen

Die gute Nachricht zuerst – Die meisten Teile eines Uhrwerks sind wartungsarm. Mineral- und Saphirgläser sind beispielsweise kaum empfänglich für Kratzer. Es gibt aber ein paar Elemente im Inneren der Uhr, die stark belastet werden und trotz guter, sorgsamer Pflege ausgetauscht werden sollten: Das Anker- und das Sekundenrad sind zwei der am schnellsten drehenden Räder. Um die Ganggenauigkeit auf Premium-Niveau zu halten, sollten beide Teile nach fünf bis zehn Jahren ausgewechselt werden. Mit Dichtungen, Krone und Tubus verhält es sich ähnlich: Während Sie die Gehäusedichtungen alle fünf Jahre beim Uhrmacher wechseln lassen sollten, müssen Tubus und Krone alle zehn Jahre neu eingesetzt werden.

Revision

Tipp 4: Uhrenpflege

Je nach Komplikation sind mehr als 800 Teile in Ihrer Uhr verbaut. Ein komplexes Werk verlangt eine gute Pflege, weshalb die Reinigung Ihrer Uhr nicht zu kurz komme sollte. Vor allem nach dem Sport oder Baden im Salzwasser wird es höchste Zeit dafür, da ansonsten ungewollte Reaktionen am Uhrengehäuse entstehen. Für die Pflege eignet sich ein weiches Baumwolltuch, mit dem Sie das Gehäuse, den Boden und, falls vorhanden, das Metallarmband von Staub, Fettsäuren und Schweiß befreien können. Uhren, die zwischen drei bis zehn Bar wasserdicht sind, können mit einem angefeuchteten Tuch poliert werden.

Grundsätzlich sind Metallarmbändern pflegeleichter als Lederarmbänder. Achten Sie darauf, dass Armbänder aus Leder bei der Reinigung nicht mit Wasser in Berührung kommen und tauschen Sie das Armband aus hygienischen Gründen am besten nach ein bis zwei Jahren aus.

Bitte beachten Sie: Hände weg von chemischen Reinigungsmitteln, die nicht ausschließlich für die Uhrenpflege vorgesehen sind. Sie können dem Material schaden, Dichtungen angreifen und somit die Wasserdichtigkeit beeinträchtigen.

Uhrenpflege

Tipp 5: Aufbewahrung

Kälte und Hitze sind nicht gut für Ihre Uhr, da Öl und Ganggenauigkeit unter Temperaturschwankungen Schaden nehmen. Legen Sie Ihre Uhr deshalb nachts nicht an einem kalten Ort ab und schützen Sie sie tagsüber vor direkter Lichteinstrahlung oder schnellen Temperaturumschwüngen. Ein Sprung ins kalte Wasser sollte nach einem ausgiebigen Sonnenbad eher vermieden werden.

Wenn Sie Ihre Uhr über einen längeren Zeitraum nicht am Handgelenk tragen, sollten Sie diese staubdicht sowie trocken aufbewahren und den Zeitmesser vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Das Licht kann zu Verfärbungen an der Uhr führen und Zifferblatt sowie Zeiger beschädigen. Ein Etui oder die mitgelieferte Uhrenbox stellen einen geeigneten Ort zur Aufbewahrung dar.

Aufbewahrung der Uhrensammlung

Tipp 6: Sonderfall Automatikuhren

Automatikuhren sollten bei längerer Lagerung alle zwei bis drei Monate komplett aufgezogen werden, um das Öl im Werk zu verteilen. Damit Sie sich ein mühsames Aufziehen und Neueinstellen der Anzeigen ersparen, empfehlen wir Ihnen eine Aufbewahrung in einem Uhrenbeweger. Außerdem ist die Lageposition eine ausschlaggebende Komponente für die Ganggenauigkeit Ihrer Automatikuhr, da sie sich auf die Laufgeschwindigkeit auswirkt: Liegt Ihre Uhr mit Zifferblatt nach unten, läuft sie schneller. Liegt die Krone oben, läuft sie langsamer, da der Widerstand der hängenden Unruh größer ist.

Uhrenbeweger

Tipp 7: Inbetriebnahme der Uhr

Bedienen Sie die Datumsschaltung nicht, wenn der Stundenzeiger zwischen 9 und 3 Uhr liegt. Außerdem sollten Sie den Zeiger nicht über 12 Uhr zurückdrehen, da ein manueller Eingriff die Zahnräder des Uhrwerkes beschädigen kann.

Tipp 8: Uhr tragen

Uhren sind wahre Handwerkskunst und aus kleinsten Teilen gefertigt. Die Zahnräder und Federn im Inneren der Uhr sind besonders empfindlich und können durch starke Schläge oder Rütteln Schaden nehmen. Um Ihre Uhr zu schonen, vermeiden Sie das Tragen bei Sportarten wie Tennis, Squash oder Mountainbiking.

Bei Uhren mit Handaufzug sollten Sie darauf achten, sie täglich zur selben Zeit aufzuziehen. Automatikuhren sollten rund acht Stunden täglich getragen werden.

Tipp 9: Vorsicht vor Magnetismus

Magnetfelder, die von Induktionskochfeldern, Mobilfunktelefonen oder Lautsprechern ausgehen, beeinflussen nachhaltig die Ganggenauigkeit Ihrer Uhr. Um Schäden durch Magnetismus und den Verlust der Ganggenauigkeit zu vermeiden, kommen bereits seit den 1930er Jahren zusätzliche Gehäuse im Inneren der Uhr zum Einsatz.

Tipp 10: Bedienungs- und Pflegeanleitung nicht vergessen

Neben den oben aufgeführten Tipps sollten Sie zusätzlich die Hinweise in der Bedienungs- und Pflegeanleitung beachten. Bei einer ordnungsgemäßen Uhrenpflege wird Ihr Zeitmesser ein Leben lang auf höchstem Niveau ticken. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrer Uhr!

Katharina Giffey
Katharina Giffey

Nach ihrem Start bei CHRONEXT ist bei Katharina schnell eine Leidenschaft für die Welt der feinen Zeitmesser entfacht. Besonders interessiert sie sich für die geschichtsträchtigen Zifferblätter verschiedenster Rolex-Modelle sowie deren Entstehungsgeschichte. Ihre Lieblingsuhr ist deswegen keine geringere als die Rolex Datejust mit Linen Dial.

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